Photovoltaik-Eigenerzeugung: Jahresrückblick 2016

 

Photovoltaik-Inselanlage: Eigenverbrauch und Jahresrückblick 2016

Photovoltaik-Inselanlage: Eigenverbrauch und Jahresrückblick 2016

Das Jahr 2016 ist Geschichte – und es ist tatsächlich auch das erste Jahr, in dem die Photovoltaik-Inselanlage ganzjährig ihren Beitrag zum Strombedarf unter “Normalbedingungen” leisten konnte: Mit rund 1000 Watt Modulleistung, einem Blei-Gel-Akku von 2,4 kWh und einem Insel-Wechselrichter von 1800 Watt reden wir hier grundsätzlich von einer sehr kleinen Anlage. Normalbedingungen meint ab Mai 2015, also seit der Installation der Module auf dem Dach, die restlichen vier Monate von Januar bis April 2015 war die Anlage im Standby. In 2014 war die Anlage noch nicht auf dem Dach installiert und mehr oder weniger nur provisorisch ins Hausnetz eingebunden. Insgesamt liegt der Anteil der Photovoltaik-Inselanlage zum Gesamtstrombedarf in 2016 bei rund 28 Prozent. Theoretisch läge dieser Beitrag deutlich über 30 Prozent, doch durch eine Umbaumaßnahme im Untergeschoss mit Heizlüfter (Strombedarf ca. 100 kWh in November und Dezember 2016) wurde die Marke knapp verpasst. Der Gesamtstrombedarf in 2o16 lag bei 2084 kWh, davon entfallen auf unseren regionalen Stromhändler 1492 kWh, die Photovoltaik-Inselanlage trägt 592 kWh bei. Rechnet man das ganze um, spart die Anlage in diesem Jahr 155,82 EUR an theoretischen Strombezugskosten bei unserem Energiehändler ein. Diese einfache Rechnung ist aber nur eine Seite der Medaille: Zum einen ist der durchschnittliche kWh-Preis bei größeren Abnahmemengen beim regionalen Stromversorger niedriger (2084 kWh/a: 0,32 Cent/kWh, 670,84 EUR/a – vs – 1492 kWh/a: 0,34 Cent/kWh, 515,02 EUR/a). Zum anderen generierte die Photovoltaik-Inselanlage von Mai bis September 2016 zusätzlich auch einen Großteil der Energie zur Warmwasseraufbereitung für unsere Brauchwasser-Luft-Wärmepumpe. Das wiederum spart Energie und Kosten, da unsere Holzpellet-Zentralheizung von Anfang Mai bis Mitte Oktober 2016 mehr als ein halbes Jahr ausgeschaltet sein konnte (Pumpen, Zündung, Elektronik, Verschleiß). Zusätzlich veredelt die Brauchwasser-Luft-Wärmepumpe mit einem COP von 3,0 jede eingesetzte kWh Strom der Inselanlage in 3 kWh Wärme. Das tatsächliche Ersparnis liegt also höher, ich würde pauschal von konservativen 250 EUR pro Jahr ausgehen. Die Erträge der Inselanlage sind im Übrigen “Wenig” gegenüber unseren Kaminofen XEOOS X5, der über die Heizperiode (Oktober – April) ca. 5000 kWh (thermisch) einsparen wird. Die Tonne Holzpellets kostete im November 2016 bei unserem Händler rund 237 EUR brutto, das entspricht ca. 48,8 EUR pro 1000 kWh oder rund 4,9 Cent pro kWh. Bei einem Wirkungsgrad der Pellet-Heizung (nur Kessel ohne Zusatzenergie wie Lüfter, Brenner, Pumpen) von 90 Prozent entspricht das einem kWh-Preis von rund 5,3 Cent. Nach dieser Rechnung spart der Kaminofen XEOOS X5 also mindestens 265 EUR in der Heizperiode 2016/17 ein, ganz zu Schweigen von der Flexibilität, die man mit dem zweiten Wärmeerzeuger erhält. Weiterhin stellen beide Anlagen eine “kostenfreie” Versicherung gegen steigende Bezugskosten (Strom/Pellets) dar, hinzu kommt das Wissen, was man sich durch den täglichen Betrieb aneignet. Insgesamt betragen die voraussichtlichen Energiekosten (Strom/Wärme) für unser altes Bauernhaus rund 1300 EUR in 2016, also rund 108 EUR pro Monat. Ein ausgezeichneter Wert, zumal die Sanierung noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

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  1. Pingback: Stromerzeugung und Strombezug von Januar bis März 2017 | martinkaessler.com

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