
Himmelsvorschau Februar 2026: Die besten Geheimtipps für Astrofotografen
Die astronomische Beobachtungsperiode im Februar 2026 markiert für Deutschland einen Zeitraum, der durch eine seltene Kombination aus planetaren Konjunktionen, tiefgreifenden meteorologischen Herausforderungen und der fortschreitenden Evolution der elektronisch unterstützten Astronomie (EAA) geprägt ist. Während sich die klassischen Wintersternbilder ihrem Zenit nähern und die ersten Frühlingsboten am Osthorizont erscheinen, bietet der Februar 2026 eine außergewöhnliche Dichte an Ereignissen, die sowohl für visuelle Beobachter als auch für Nutzer moderner Smart-Teleskope wie dem ZWO Seestar S30 Pro von hoher Relevanz sind.1 Das absolute Highlight stellt die sogenannte Planetenparade Ende des Monats dar, bei der sechs Planeten des Sonnensystems gleichzeitig am Abendhimmel sichtbar werden.3 Dieser Bericht liefert eine fundierte Analyse der atmosphärischen Rahmenbedingungen, der lunaren Dynamik, der planetaren Positionen sowie spezifische technische Handlungsempfehlungen für die digitale Astrofotografie in Mitteleuropa.
Meteorologische Analyse und atmosphärische Rahmenbedingungen
Die astronomische Nutzbarkeit des Februarhimmels in Deutschland ist untrennbar mit den spezifischen klimatischen Bedingungen dieses Zeitraums verbunden. Statistisch gesehen präsentiert sich der Februar als ein Monat der Kontraste, in dem sich spätwinterliche Kälteeinbrüche mit ersten frühlingshaften Luftmassen duellieren.4 Für die Astronomie ergeben sich daraus sowohl Chancen als auch Risiken.
Klimatologische Einordnung und Beobachtungswahrscheinlichkeit
Die Analyse langjähriger Wetterdaten zeigt, dass der Februar mit einer durchschnittlichen Niederschlagssumme von etwa Litern pro Quadratmeter der niederschlagsärmste Monat des gesamten Kalenderjahres in Deutschland ist.4 Diese statistische Trockenheit resultiert primär aus der Vorherrschaft kalter, kontinentaler Luftmassen, die eine geringere absolute Feuchtigkeitskapazität besitzen als die maritimen Westströmungen des Herbstes. Dennoch ist die Sonnenscheindauer mit durchschnittlich
Stunden begrenzt, was auf eine häufige Ausbildung von Hochnebel und Inversionswetterlagen hindeutet.6 In solchen Szenarien bleibt der Himmel in den Niederungen oft tagelang bedeckt, während in höheren Lagen der Mittelgebirge exzellente Sichtbedingungen herrschen können.
| Parameter (Mittelwerte Deutschland) | Statistik 1961–1990 | Statistik 1991–2020 | Astronomische Relevanz |
| Durchschnittstemperatur | Auswirkung auf thermisches Rauschen der Sensoren | ||
| Niederschlagssumme | Geringste Ausfallwahrscheinlichkeit durch Regen | ||
| Sonnenscheindauer | Indikator für potenzielle Wolkenlücken | ||
| Niedrigste Temperatur (Rekord) | N/A | Belastungsgrenze für Lithium-Ionen-Akkus |
Phänomenologie des “Arctic Outbreak” und Seeing-Bedingungen
Ein für die Astronomie kritisches Wetterphänomen im Februar ist der sogenannte “Arctic Outbreak”. Hierbei strömt arktische Kaltluft weit nach Süden und flutet Deutschland, was oft mit einem massiven Absinken der Temperaturen auf bis zu °C oder darunter einhergeht, besonders über Schneeflächen in windstillen Nächten.5 Während solche Nächte oft eine herausragende Transparenz des Himmels bieten, die ideal für die Deep-Sky-Fotografie ist, leidet das “Seeing” – die atmosphärische Bildruhe – häufig unter starken Turbulenzen in der oberen Atmosphäre.7 Hochaufgelöste Planetenfotografie wird in diesen Nächten durch das “Wabern” der Luft erschwert, während die Abwesenheit von atmosphärischem Dunst die Beobachtung lichtschwacher Galaxien begünstigt.7
Lunare Dynamik und Okkultationen im Februar 2026
Der Mondzyklus im Februar 2026 beeinflusst maßgeblich die Planungsstrategien für die Astrofotografie. Da das Mondlicht die schwachen Signale von Deep-Sky-Objekten überstrahlt, müssen Fotografen ihre Sitzungen präzise auf die Mondphasen abstimmen.
Mondphasen und optimale Fotografie-Zeitfenster
Der Monat beginnt mit einem Vollmond am 1. Februar, der im Sternbild Krebs steht. Dieser Vollmond, oft als “Schneemond” bezeichnet, leuchtet in unmittelbarer Nähe des Bienenstock-Sternhaufens (M44).1 In der Folgezeit nimmt der Mond ab, was die Bedingungen für die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten sukzessive verbessert. Das primäre Zeitfenster für Langzeitbelichtungen ohne störendes Mondlicht liegt zwischen dem 11. Februar und dem 22. Februar, wobei der Neumond am 17. Februar den dunkelsten Himmel des Monats garantiert.1
| Ereignis | Datum | Zeit (MEZ) | Position / Besonderheit |
| Vollmond | 01.02.2026 | 23:09 | Sternbild Krebs, nahe M44 1 |
| Letztes Viertel | 09.02.2026 | 13:43 | Sichtbar in der zweiten Nachthälfte |
| Neumond | 17.02.2026 | 13:01 | Sonnenfinsternis (Antarktis), ideal für DSO 1 |
| Erstes Viertel | 24.02.2026 | 13:28 | Sichtbar am Abendhimmel |
Bedeckungsereignisse (Okkultationen)
Der Februar 2026 zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Serie von Sternbedeckungen durch den Mond aus. Diese Ereignisse sind für Nutzer von Smart-Teleskopen wie dem Seestar S50 besonders attraktiv, da die präzise Nachführung und die Videofunktion es erlauben, den exakten Moment des Verschwindens eines Sterns hinter dem Mondrand zu dokumentieren.
Am 1. Februar erfolgt eine Bedeckung von Komponenten des Bienenstock-Sternhaufens (M44) durch den fast vollen Mond.1 Am 3. Februar wird der helle Stern Regulus im Sternbild Löwe vom Mond bedeckt.1 Ein weiteres visuelles Highlight ist die Bedeckung des Sterns Antares am 11. Februar.1 Besondere Aufmerksamkeit verdient der 24. Februar, an dem der zunehmende Mond den berühmten Sternhaufen der Plejaden (M45) im Sternbild Stier bedeckt.1 Diese Okkultation bietet ein exzellentes Motiv für Weitwinkel-Astrofotografie, da die schmale Mondsichel zwischen den hellen blauen Sternen des Haufens steht.
Die Planetenparade und planetare Konjunktionen
Das herausragende astronomische Ereignis des Monats ist die große Planetenparade Ende Februar. Dabei versammeln sich fast alle Planeten des Sonnensystems in einer losen Reihe entlang der Ekliptik am Abendhimmel.1
Details zur Sichtbarkeit der Planetenparade
Am Abend des 28. Februar 2026 sind die Planeten Merkur, Venus, Saturn, Neptun, Uranus und Jupiter gemeinsam zu beobachten. Dieses Ereignis ist von Mitteleuropa aus am besten etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang im Westen und Südwesten zu verfolgen.10
- Merkur: Der innerste Planet erreicht am 19. Februar seine größte östliche Elongation von
° zur Sonne.11 Ende Februar steht er tief am westlichen Horizont im Sternbild Fische. Mit einer Helligkeit von etwa
mag ist er in der hellen Dämmerung ohne optische Hilfsmittel schwer auszumachen.3
- Venus: Als strahlender “Abendstern” ist sie mit
mag das hellste Objekt am Himmel nach dem Mond. Sie dient am Abendhimmel als primärer Wegweiser und steht am 27. Februar nur etwa
° von Merkur entfernt.3
- Saturn: Er leuchtet mäßig hell (
mag) im Sternbild Fische. Eine Besonderheit im Jahr 2026 ist die Kantenstellung der Ringe, die nur etwa
° geöffnet sind, wodurch sie in kleinen Teleskopen fast unsichtbar erscheinen.12
- Neptun: Der äußerste Planet (
mag) befindet sich in unmittelbarer Nähe von Saturn. Für seine Sichtung ist zwingend ein Teleskop oder ein sehr lichtstarkes Fernglas erforderlich.1
- Uranus: Im Sternbild Stier, unweit der Plejaden, ist er mit
mag unter dunklem Himmel theoretisch für das bloße Auge grenzwertig sichtbar, im Regelfall jedoch ein Ziel für das Seestar S50.1
- Jupiter: Der Gasriese ist mit
mag unverkennbar hoch im Osten bzw. Südosten im Sternbild Zwillinge positioniert. Am 28. Februar gesellt sich der zu
% beleuchtete Mond in eine Entfernung von nur
° zu Jupiter, was ein spektakuläres Fotomotiv darstellt.3
| Planet | Helligkeit (mag) | Sternbild | Beobachtungshinweis |
| Venus | Wassermann / Fische | Hellster Punkt im Westen 10 | |
| Jupiter | Zwillinge | Hoch im Südosten, nahe Mond 3 | |
| Saturn | Fische | Ringe fast unsichtbar (Kante) 12 | |
| Merkur | Fische | Tief im Westen, geht früh unter 10 | |
| Uranus | Stier | Nahe M45, grünliche Scheibe 1 | |
| Neptun | Fische | Nahe Saturn, blaues Pünktchen 1 |
Mars und die unsichtbaren Akteure
Während die anderen Planeten eine Parade bilden, bleibt Mars im Februar 2026 für Beobachter in Deutschland unsichtbar. Er wandert durch die Sternbilder Steinbock und Wassermann und steht zu nah an der Sonne, um sich aus der Dämmerung zu befreien.11 Erst im Sommer 2026 wird er wieder am Morgenhimmel auftauchen.
Kometen und Asteroiden im Februarhorizont
Neben den Planeten bietet der Februar 2026 Gelegenheiten zur Beobachtung kleinerer Körper des Sonnensystems. Die Vorhersage der Helligkeit von Kometen ist stets mit Unsicherheiten behaftet, doch zwei Objekte sind für Teleskopnutzer von besonderem Interesse.
Periodischer Komet 24P/Schaumasse
Dieser Komet hat eine Umlaufzeit von etwa Jahren und erreichte sein Perihel am 8. Januar 2026.14 Im Februar bleibt er ein attraktives Ziel für das Seestar S50. Er wandert durch die Sternbilder Jungfrau und Boötes (Bärenhüter). Die erwartete Helligkeit liegt zwischen
und
mag, was unter dunklem Himmel für die Sensoren moderner Smart-Teleskope gut erreichbar ist.14 Da er in der zweiten Nachthälfte hoch am Himmel steht, stört das Streulicht der Horizontnähe kaum die Aufnahmequalität.15
Komet C/2024 E1 (Wierzchos)
Dieser hyperbolische Komet passiert die Erde am 17. Februar 2026 in einer Entfernung von etwa Astronomischen Einheiten.18 Von Deutschland aus wird er ab Mitte Februar tief am südwestlichen Abendhimmel sichtbar. Er könnte eine Helligkeit von ca.
bis
mag erreichen, was ihn zu einem guten Objekt für Ferngläser und kleine Teleskope macht.16 Seine Position im Sternbild Walfisch (Cetus) macht eine freie Sicht nach Südwesten erforderlich.19
Asteroid 7 Iris in Opposition
Am 27. Februar steht der Asteroid 7 Iris in Opposition zur Sonne.1 In dieser Zeit erreicht er seine maximale Helligkeit und ist die gesamte Nacht über sichtbar. Er stellt ein ideales Ziel für Astrofotografen dar, die über mehrere Stunden die Eigenbewegung eines Asteroiden vor dem Fixsternhintergrund dokumentieren möchten.
Himmelsvorschau Februar 2026: Astrofotografie mit dem Seestar S50 im Winter
Das ZWO Seestar S50 hat sich als eines der zugänglichsten Werkzeuge für die moderne Astrofotografie etabliert. Die kompakte Bauweise und die Automatisierung von GoTo, Autofokus und Live-Stacking machen es ideal für den Einsatz bei niedrigen Temperaturen, da der Nutzer die Steuerung bequem aus dem Warmen via Smartphone durchführen kann.2
Technische Spezifikationen und Systemleistung
Das Gerät nutzt ein apochromatisches Triplet-Objektiv mit einer Öffnung von mm und einer Brennweite von
mm (
).20 Der integrierte Sony IMX462 Sensor bietet eine Auflösung von
Pixeln und zeichnet sich durch ein extrem niedriges Ausleserauschen aus, was für die Kurzzeitbelichtung (Live-Stacking) essenziell ist.2
| Komponente | Spezifikation | Relevanz für den Anwender |
| Objektiv | APO Triplet (50mm/250mm) | Farbreine Abbildung von Sternen |
| Sensor | Sony IMX462 (Back-illuminated) | Hohe Quanteneffizienz bei schwachem Licht |
| Filter | UV/IR-Cut & Duo-Band | Kontraststeigerung bei Nebeln |
| Belichtung | Standard 10s (erweiterbar) | Vermeidung von Bildfeldrotation (Alt-Az) |
| Akku | 6 Stunden Laufzeit | Limitierender Faktor bei Frost |
Herausforderungen durch Kälte und Feuchtigkeit
Der Einsatz im deutschen Februar stellt spezifische Anforderungen an die Hardware-Pflege. Lithium-Ionen-Akkus unterliegen bei niedrigen Temperaturen einer physikalischen Dämpfung der Ionenbeweglichkeit, was die effektive Kapazität reduziert.22
- Akkumanagement: Während die offizielle Laufzeit mit
Stunden angegeben ist, kann sie bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt auf
bis
Stunden sinken.20 Es wird dringend empfohlen, eine externe Powerbank zu verwenden. Ein wichtiger Hinweis: Das Laden des internen Akkus sollte nur bei Temperaturen über
°C erfolgen, um chemische Schäden (Lithium-Plating) zu vermeiden.24
- Taukontrolle: Das Seestar S50 besitzt eine integrierte Taukappen-Heizung (“Anti-dew”), die etwa
Watt Leistung aufnimmt.26 Diese sollte im Februar präventiv aktiviert werden, um das Beschlagen der Frontlinse zu verhindern. Nutzer berichten, dass bei extremer Feuchtigkeit zusätzliche 3D-gedruckte Taukappen mit internen Blenden (Baffles) die Effektivität deutlich steigern.28
- Kondenswasser beim Reinholen: Nach einer kalten Beobachtungsnacht bildet sich beim Transport des Geräts in warme Innenräume sofort Kondenswasser auf allen Oberflächen. Das Teleskop sollte zunächst im geschlossenen Transportkoffer akklimatisieren oder nach dem Auspacken vollständig abtrocknen, bevor die Objektivkappe aufgesetzt wird.26
Deep-Sky-Empfehlungen für den Februar
Das Sichtfeld des Seestar S50 von ca. °
° ist hervorragend auf viele klassische Messier-Objekte abgestimmt. Im Februar stehen einige der spektakulärsten Nebel und Galaxien in optimaler Position.
Orion-Region: Die Wiege der Sterne
Der Orionnebel (M42) ist das hellste und detailreichste Emissionsnebel-Gebiet am Nordhimmel. Er ist bereits nach wenigen Minuten Belichtungszeit mit dem S50 beeindruckend sichtbar. Für fortgeschrittene Ergebnisse sollte der integrierte Duo-Band-Filter zugeschaltet werden, um die feinen H-Alpha-Strukturen hervorzuheben.21 Unmittelbar nördlich befindet sich der Running Man Nebel (NGC 1977), der im gleichen Sichtfeld wie M42 eingefangen werden kann.31
Ein weitaus schwierigeres Ziel ist der Pferdekopfnebel (B33) im Gürtel des Orion. Er erfordert einen sehr dunklen Himmel (Bortle 4 oder besser) und eine Integrationszeit von mindestens bis
Minuten, um die Silhouette vor dem schwachen Hintergrundnebel IC 434 deutlich abzuheben.21
Die Plejaden (M45) und der Mosaik-Modus
Der offene Sternhaufen der Plejaden ist für das Standard-Sichtfeld des Seestar S50 eigentlich zu groß.21 Hier empfiehlt sich die Nutzung des seit dem Firmware-Update 2.4.0 verfügbaren Mosaic Mode.21 Dieser erlaubt es dem Teleskop, mehrere überlappende Felder automatisch aufzunehmen und zu einem großen Panorama zusammenzufügen. So lassen sich die bläulichen Reflexionsnebel, die die jungen Sterne umgeben, in ihrer vollen Ausdehnung dokumentieren.
Galaxien des Frühlings: Das Leo-Triplett
Ab Mitternacht rückt das Sternbild Löwe in eine günstige Beobachtungshöhe. Das Leo-Triplett, bestehend aus den Galaxien M65, M66 und NGC 3628, passt perfekt in das Hochformat des Seestar-Sensors.35 Da Galaxien Breitbandstrahler sind, sollte hier der Duo-Band-Filter deaktiviert werden, um das volle Lichtspektrum der Sternensysteme einzufangen.22 Eine Gesamtbelichtungszeit von einer Stunde liefert bereits deutliche Spiralarme und Staubstreifen.36
Strategische Planung der Beobachtungsnächte
Für eine erfolgreiche astronomische Exkursion im Februar 2026 ist die zeitliche Koordination entscheidend. Die folgende Übersicht dient als Leitfaden für die optimalen Zeitfenster.
Dämmerung und Nachtlänge
Im Februar nehmen die Tage bereits merklich zu, was die Zeitfenster für astronomische Dunkelheit verkürzt. In Berlin endet die astronomische Dämmerung Anfang Februar gegen 18:50 Uhr und verschiebt sich bis Ende des Monats auf etwa 19:35 Uhr.37
| Ort | Datum | Sonnenuntergang | Ende Astr. Dämmerung | Dauer der Nacht |
| Berlin | 01.02.2026 | 16:52 | 18:50 | ca. 11 h |
| Berlin | 15.02.2026 | 17:19 | 19:14 | ca. 10 h |
| Berlin | 28.02.2026 | 17:43 | 19:35 | ca. 9 h |
Optimierung des Standorts
Aufgrund der tief stehenden Planetenparade im Westen ist ein Standort mit freiem Horizont in Richtung ° bis
° (Südwest bis Westnordwest) unerlässlich.10 Urbane Lichtverschmutzung kann durch den Einsatz des internen Lichtverschmutzungsfilters des Seestar teilweise kompensiert werden, doch für Kometen und Galaxien bleibt die Flucht in ländliche Regionen (Eifel, Havelland, Bayerischer Wald) die effektivste Methode zur Qualitätssteigerung.21
Übersichtliche Timeline: Astronomischer Februar 2026 in Deutschland
Die folgende Tabelle bietet eine chronologische Übersicht aller relevanten Ereignisse für die Planung von Beobachtungen und Astrofotografie-Sitzungen.
| Datum | Ereignis | Relevanz / Tipp | Instrument |
| 01.02. | Vollmond (“Schneemond”) im Krebs | Mond hell, keine Deep-Sky-Nacht 1 | Auge / Kamera |
| 01.02. | Mond bedeckt M44 (Praesepe) | Helles Ereignis, kurze Belichtung 1 | Seestar S50 |
| 03.02. | Mond bedeckt Regulus (Löwe) | Sternbedeckung, visuell reizvoll 1 | Teleskop |
| 04.02. | Uranus beendet Rückläufigkeit | Planet steht stationär im Stier 1 | Teleskop |
| 07.02. | Mond nahe Spica (Jungfrau) | Schöner Anblick am Morgenhimmel 1 | Bloßes Auge |
| 08.02. | Alpha-Centauriden (Maximum) | Meteorstrom, niedrige Rate (6/h) 1 | Geduld / Kamera |
| 09.02. | Mond im Letzten Viertel | Kraterbeobachtung in der zweiten Nachthälfte | Teleskop |
| 11.02. | Mond bedeckt Antares | Bedeckung des hellen Skorpion-Hauptsterns 1 | Teleskop |
| 16.02. | Saturn nahe Neptun ( | Seltene Konjunktion am Abendhimmel 1 | Seestar S50 |
| 17.02. | Neumond | Beste Nacht für Astrofotografie 1 | Alle Optiken |
| 18.02. | Mond nahe Merkur & Venus | Fotogene Konstellation in der Abenddämmerung 1 | Kamera / Auge |
| 19.02. | Merkur in größter Elongation | Beste Sichtbarkeit des Planeten 2026 1 | Fernglas / S50 |
| 23.02. | Mond nahe Uranus & Aldebaran | Mond stört bereits leicht am Abend 1 | Fernglas |
| 24.02. | Mond im Ersten Viertel | Beste Zeit für Mondgebirge am Terminator | Teleskop |
| 24.02. | Mond bedeckt Plejaden (M45) | Highlight-Okkultation, sehr fotogen 1 | Seestar S50 |
| 27.02. | Venus sehr nah bei Merkur ( | Enge Begegnung der inneren Planeten 10 | Auge / S50 |
| 27.02. | Asteroid 7 Iris in Opposition | Maximal hell, die ganze Nacht sichtbar 1 | Astrokamera |
| 28.02. | Große Planetenparade | 6 Planeten gleichzeitig am Abendhimmel 3 | Alle Optiken |
| 28.02. | Mond nahe Jupiter | Fast-Vollmond neben dem hellen Gasriesen 3 | Bloßes Auge |
Schlussbetrachtung und Handlungsempfehlungen
Der Februar 2026 erweist sich als ein außergewöhnlich reichhaltiger Monat für die Astronomie in Deutschland. Die seltene Planetenparade am 28. Februar stellt ein generationenübergreifendes Ereignis dar, das die Dynamik unseres Sonnensystems greifbar macht. Für den engagierten Beobachter ergeben sich daraus klare Handlungsschwerpunkte.
Die meteorologische Unsicherheit in Mitteleuropa erfordert eine hohe Flexibilität. Da der Februar statistisch trocken, aber oft bewölkt ist, müssen kurze Wolkenlücken konsequent genutzt werden. Smart-Teleskope wie das Seestar S50 sind hier im Vorteil, da sie innerhalb von weniger als fünf Minuten einsatzbereit sind.2 Die Kombination aus automatischer Ausrichtung und leistungsstarker Bildverarbeitung erlaubt es, selbst in kurzen Phasen klarer Sicht beeindruckende Resultate von Objekten wie dem Orionnebel oder dem Leo-Triplett zu erzielen.
Besondere Aufmerksamkeit sollte dem technischen Schutz der Ausrüstung gewidmet werden. Der Betrieb von elektronischen Komponenten bei Frosttemperaturen verlangt nach einer stabilen Energieversorgung und aktivem Schutz gegen Feuchtigkeit.27 Die Verwendung von externen Powerbanks und die Aktivierung der internen Heizsysteme sind essenziell, um die Einsatzbereitschaft über die gesamte Nacht hinweg sicherzustellen.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Februar 2026 durch die Okkultation der Plejaden am 24. Februar und die Planetenparade am 28. Februar zwei visuelle Höhepunkte bietet, die in keinem astronomischen Tagebuch fehlen sollten. Die technologische Unterstützung durch EAA-Systeme demokratisiert diesen Zugang zum Kosmos und ermöglicht es auch Laien, Teil dieser faszinierenden Himmelsvorschau zu werden.
Referenzen
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- Planetenkonstellationen 2026: Wann stehen die Planeten in einer Reihe? – Star Walk, Zugriff am Januar 31, 2026, https://starwalk.space/de/news/what-is-planet-parade
- Wetter Februar – Temperatur, Schnee, Regen & Sonne, Zugriff am Januar 31, 2026, https://www.wetterprognose-wettervorhersage.de/wetter/februar.html
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- Astrofotografie Kalender 2026: Die spektakulärsten Himmelsmomente des Jahres – martinkaessler.com, Zugriff am Januar 31, 2026, https://www.martinkaessler.com/astrofotografie-kalender-2026-die-spektakulaersten-himmelsmomente-des-jahres/
- Ereignisse 2026 | Sternwarte AGW, Zugriff am Januar 31, 2026, https://www.eschenberg.ch/sternwarte/ereignisse
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- Ed Ting über das Seestar S50 – fühlt sich das wie ein “fairer” Testbericht an? : r/telescopes, Zugriff am Januar 31, 2026, https://www.reddit.com/r/telescopes/comments/1bn1zjv/ed_ting_on_the_seestar_s50_does_it_feel_like_a/?tl=de
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- New app and firmware update for Seestar s50 – Smart Telescopes – Cloudy Nights, Zugriff am Januar 31, 2026, https://www.cloudynights.com/forums/topic/960085-new-app-and-firmware-update-for-seestar-s50/
- Seestar S50 vs Dwarf II Smart Telescope Review + Tutorial – Wido’s AstroForum, Zugriff am Januar 31, 2026, https://astroforumspace.com/seestar-s50-vs-dwarf-ii-smart-telescope-review-tutorial/
- Leo Triplet with Seestar s50 : r/telescopes – Reddit, Zugriff am Januar 31, 2026, https://www.reddit.com/r/telescopes/comments/1afcllp/leo_triplet_with_seestar_s50/
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- Sonnenaufgang & Sonnenuntergang in 13597 Berlin (DE) im Februar, Zugriff am Januar 31, 2026, https://www.sonnenuntergang.de/sonnenuntergang/13597/Berlin/februar.html
- Support – Seestar, Zugriff am Januar 31, 2026, https://www.seestar.com/support
- Seestar S50 | Seite 5 | Forum Astronomie.de, Zugriff am Januar 31, 2026, https://forum.astronomie.de/threads/seestar-s50.357809/page-5
- Seestar S50, was passiert bei leerem Akku? – Forum Astronomie.de, Zugriff am Januar 31, 2026, https://forum.astronomie.de/threads/seestar-s50-was-passiert-bei-leerem-akku.384120/
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