
BASF Aktie Prognose 2030: Die Transformation des Chemiegiganten
Die globale chemische Industrie befindet sich in einer Phase der radikalen Neuausrichtung, in der technologische Innovationen auf tiefgreifende geopolitische Verwerfungen treffen. In diesem Kontext nimmt die BASF SE (Badische Anilin- & Soda-Fabrik), als weltweit umsatzstärkster Chemiekonzern, eine Schlüsselrolle ein. Das Unternehmen agiert nicht nur als industrielles Rückgrat der europäischen Wirtschaft, sondern auch als Vorreiter einer riskanten, aber potenziell hochprofitablen Expansion in den asiatischen Raum.1 Die folgenden Ausführungen analysieren die über 160-jährige Geschichte des Unternehmens, die strategischen Weichenstellungen der letzten Dekade sowie die ökonomischen Herausforderungen und Zukunftsaussichten bis zum Jahr 2035.
Die Genesis eines Weltmarktführers: Historische Meilensteine von 1865 bis 2010
Die Grundsteinlegung der BASF im Jahr 1865 markiert den Beginn einer industriellen Ära, in der die Chemie zur treibenden Kraft des technologischen Fortschritts wurde. Friedrich Engelhorn gründete das Unternehmen am 6. April 1865 in Mannheim als Aktiengesellschaft, mit dem ursprünglichen Ziel, Farbstoffe sowie die dafür erforderlichen anorganischen Chemikalien wie Soda und Säuren herzustellen.3 Da die Stadt Mannheim jedoch keine adäquaten Flächen für die großflächige industrielle Produktion bereitstellen konnte, wurden die ersten Fabrikanlagen noch im selben Jahr auf der gegenüberliegenden Rheinseite im pfälzischen Ludwigshafen errichtet.1 Diese Standortentscheidung legte das Fundament für das heute größte zusammenhängende Chemieareal der Welt.
Das Zeitalter der synthetischen Farben und die Institutionalisierung der Forschung
Die ersten Jahrzehnte der BASF waren geprägt durch den Erfolg in der Teerfarben-Produktion. Ein signifikanter Durchbruch gelang 1869 mit der ersten Synthese des natürlichen Farbstoffs Alizarin durch Heinrich Caro in Zusammenarbeit mit Berliner Professoren.4 Dieser Erfolg war nicht nur kommerziell von Bedeutung, sondern etablierte auch die Forschung als zentrales Element der Unternehmensstrategie. Bereits 1868 stellte die BASF mit Heinrich Caro den ersten Forschungschef ein, was die Transformation von einer reinen Produktionsstätte hin zu einem forschungsgetriebenen Innovationszentrum einleitete.4 1897 folgte die erfolgreiche Markteinführung von Indigo, einem weiteren Naturfarbstoff, dessen großtechnische Synthese die BASF zum Weltmarktführer in diesem Segment machte.4
Ammoniaksynthese und die Revolutionierung der Landwirtschaft
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verlagerte sich der Fokus auf die Lösung eines globalen Problems: die Stickstoffknappheit in der Landwirtschaft. Zwischen 1908 und 1913 entwickelte Carl Bosch das von Fritz Haber im Labormaßstab konzipierte Verfahren zur Ammoniaksynthese zur industriellen Reife.3 Das Haber-Bosch-Verfahren ermöglichte erstmals die Fixierung von Luftstickstoff zur Herstellung synthetischer Düngemittel, was eine massive Steigerung der weltweiten Nahrungsmittelproduktion zur Folge hatte.4 Diese Innovation sicherte der BASF nicht nur wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch eine technologische Vormachtstellung in der Hochdruckchemie, die später für die Methanolsynthese (1923) entscheidend wurde.1
Die Ära der I.G. Farben und der Wiederaufbau
Im Jahr 1925 fusionierten die führenden deutschen Chemieunternehmen, darunter die BASF, zur I.G. Farbenindustrie AG.1 Diese Periode stellt das dunkelste Kapitel der Unternehmensgeschichte dar. Während technologische Meilensteine wie die Entwicklung des synthetischen Kautschuks (Buna), des Polystyrols und des ersten Magnetbands (1934) erreicht wurden, war der Konzern tief in die Verbrechen des Nationalsozialismus verstrickt.5 Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die I.G. Farben von den Alliierten kontrolliert und entflochten. Am 30. Januar 1952 erfolgte die Neugründung der Badischen Anilin- & Soda-Fabrik Aktiengesellschaft als eigenständiges Unternehmen.1
Der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit konzentrierte sich auf Kunststoffe und Petrochemikalien. Innovationen wie Styropor (1951) prägten das „Kunststoffzeitalter“.4 Ab den 1960er Jahren transformierte sich die BASF zu einem transnationalen Konzern. Ein Meilenstein war die Eröffnung des Verbundstandorts in Antwerpen (1964) und der Einstieg in das Lackgeschäft (1965).3 Die Perfektionierung des Verbund-Systems – eine integrierte Produktion, bei der Abfälle einer Anlage als Rohstoffe für eine andere dienen – wurde zum zentralen Wettbewerbsvorteil der BASF.6
Tektonische Verschiebungen der letzten Dekade (2015–2025)
Die letzten zehn Jahre markieren eine Phase fundamentaler struktureller Veränderungen, die durch eine veränderte globale Energiearchitektur und eine radikale Portfolio-Optimierung gekennzeichnet sind. Die BASF sah sich gezwungen, auf die schwindende Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Europa zu reagieren, während sie gleichzeitig massiv in neue Märkte investierte.
Energiekrise und Restrukturierung am Standort Ludwigshafen
Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine im Jahr 2022 löste eine beispiellose Energiekrise in Europa aus. Da Erdgas für die BASF sowohl als Energiequelle als auch als Rohstoff essenziell ist, führten die Preissteigerungen von über 300 % zu massiven Kostenbelastungen.6 Dies beschleunigte notwendige Restrukturierungen im Stammwerk Ludwigshafen. Das Management reagierte mit umfassenden Sparprogrammen, die jährliche Kosteneinsparungen von rund 2,1 Milliarden Euro bis Ende 2026 zum Ziel haben.9 Infolgedessen wurden mehrere energieintensive Anlagen, darunter für Ammoniak und Adipinsäure, dauerhaft geschlossen, was mit dem Abbau von rund 3.300 Stellen weltweit verbunden ist.9 Ziel dieser Maßnahmen ist es, Ludwigshafen als schlankeren, aber stärkeren Standort für nachhaltige Chemie in Europa zu positionieren.10
Strategische Portfolio-Maßnahmen: “Winning Ways”
Unter dem seit April 2024 amtierenden CEO Markus Kamieth wurde die Strategie „Winning Ways“ implementiert. Diese sieht eine stärkere Fokussierung auf das Kerngeschäft und eine differenzierte Steuerung der einzelnen Geschäftsbereiche vor.8 Die BASF unterscheidet nun strikt zwischen Kerngeschäften (Core Businesses) im integrierten Verbund und eigenständigen Geschäften (Standalone Businesses).
- Core Businesses: Bereiche wie Chemicals und Materials sollen durch Kosteneffizienz und grüne Transformation ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.13
- Standalone Businesses: Segmente wie Agricultural Solutions und Coatings werden rechtlich und organisatorisch verselbstständigt. Für die Agrarsparte wird bis 2027 die Börsenfähigkeit angestrebt, während für Coatings strategische Optionen geprüft werden.10
- Batteriematerialien: Trotz hoher Marktrisiken investiert die BASF in diesen Bereich, um von der Elektromobilität zu profitieren, reduziert jedoch das Expansionstempo, um sich auf die Auslastung bestehender Kapazitäten zu konzentrieren.6
Die China-Strategie: Expansion im Zentrum der globalen Nachfrage
Die bedeutendste strategische Wette der BASF ist der Bau des neuen Verbundstandorts in Zhanjiang, Provinz Guangdong, Südchina. Mit einem Investitionsvolumen von rund 8,7 Milliarden Euro ist dies das größte Projekt in der Unternehmensgeschichte.2
Das Konzept “Local for Local”
Die BASF prognostiziert, dass bis 2035 rund 80 % des weltweiten Chemiewachstums in nur sieben Ländern stattfinden werden, wobei China als größter Chemiemarkt der Welt die zentrale Rolle spielt.12 Die Strategie „Local for Local“ zielt darauf ab, die Produktion direkt in den Wachstumszentren anzusiedeln, um Transportkosten zu minimieren und schneller auf Kundenwünsche reagieren zu können.2 Der Standort Zhanjiang soll nach seiner vollständigen Fertigstellung Ende 2025 als drittgrößter Verbundstandort weltweit (nach Ludwigshafen und Antwerpen) fungieren.2
Ein entscheidendes Merkmal von Zhanjiang ist die vollständige Kontrolle durch die BASF ohne einen lokalen Joint-Venture-Partner, was eine Premiere für ausländische Unternehmen in dieser Größenordnung darstellt.2 Der Standort wird bereits ab 2025 zu 100 % mit erneuerbarem Strom betrieben werden, unter anderem durch Kooperationen im Bereich Offshore-Windenergie.8 Dies soll der BASF helfen, Produkte mit einem signifikant niedrigeren CO₂-Fußabdruck als lokale Wettbewerber anzubieten.17
Geopolitische Risiken und Abhängigkeiten
Kritiker warnen vor einer wachsenden Abhängigkeit von China, insbesondere angesichts der politischen Spannungen zwischen dem Westen und Peking. Ein Totalausfall des Chinageschäfts, etwa im Falle eines Konflikts um Taiwan, würde die BASF existenziell bedrohen.17 Das Management verteidigt die Strategie jedoch mit dem Hinweis, dass ein Verzicht auf den chinesischen Markt, der rund die Hälfte des globalen Chemiemarktes ausmacht, gleichbedeutend mit einem Verlust der weltweiten Relevanz wäre.18
Finanzielle Analyse: Kennzahlen und Aktienkursentwicklung
Die BASF-Aktie wird traditionell als zyklischer Substanzwert mit attraktiver Dividendenrendite wahrgenommen. Die letzten Jahre waren jedoch durch Volatilität und Ergebnisbelastungen geprägt.
Aktuelle Bewertung und Performance (Stand 2024/2025)
Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 präsentierte sich die BASF mit gemischten Zahlen. Der Umsatz sank auf 65,3 Milliarden Euro, beeinflusst durch eine schwache globale Nachfrage und gesunkene Preise.2 Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ist aufgrund der gedrückten Gewinne optisch hoch (ca. 29-35), spiegelt jedoch eine Talsohle im Ergebniszyklus wider.20
| Kennzahl (2024) | Wert |
| Umsatz | 65,26 Mrd. € 20 |
| Jahresüberschuss | 1,30 Mrd. € 20 |
| Ergebnis je Aktie | 1,45 € 20 |
| Dividende je Aktie | 2,25 € 20 |
| Dividendenrendite | ca. 5,3 % 20 |
| KGV | ca. 29,5 20 |
Besonders hervorzuheben ist die neue Dividendenpolitik. Nach Jahren stabiler oder steigender Ausschüttungen wurde die Dividende für 2024 auf 2,25 Euro gesenkt.9 Das Unternehmen verspricht jedoch eine Mindestausschüttung von jährlich 2,25 Euro bis 2028, was Anlegern eine gewisse Planungssicherheit gibt, aber auch den finanziellen Spielraum für Investitionen einschränkt.10
25-Jahre-Finanzhistorie der BASF SE (2000–2024)
Die folgende Tabelle illustriert die Entwicklung der BASF über ein Vierteljahrhundert. Die Daten spiegeln die Transformation von einem diversifizierten Konglomerat hin zu einem fokussierteren Chemieunternehmen wider.
| Jahr | Umsatz (Mio. €) | Gewinn n. St. (Mio. €) | Mitarbeiter | Aktie (Schluss €) | Dividende (€) | KGV | Wichtige Ereignisse / Kommentare |
| 2024 | 65.260 | 1.298 | 111.822 | 42,46 | 2,25 | 29,5 | Dividendenkürzung; neue Strategie “Winning Ways” 20 |
| 2023 | 68.902 | 225 | 111.991 | 48,78 | 3,40 | 195,1 | Hohe Abschreibungen; Energiekrise-Nachwirkungen 20 |
| 2022 | 87.327 | -627 | 111.481 | 49,39 | 3,40 | – | Gaspreis-Schock; Ausstieg aus Russland-Geschäft 20 |
| 2021 | 78.598 | 5.523 | 111.047 | 61,78 | 3,40 | 10,2 | Starke Erholung nach Pandemie; Rohstoffboom 20 |
| 2020 | 59.149 | -1.060 | 110.302 | 64,72 | 3,30 | – | COVID-19 Pandemie; globaler Nachfrageeinbruch 20 |
| 2019 | 59.316 | 8.421 | 117.628 | 67,35 | 3,30 | 7,3 | Verkauf Bauchemie; Wintershall-Fusion 23 |
| 2018 | 60.220 | 4.707 | 122.404 | 60,40 | 3,20 | 11,8 | Übernahme Bayer-Saatgutgeschäft (Agrar-Boost) 22 |
| 2017 | 61.223 | 6.078 | 115.490 | 91,74 | 3,10 | 13,9 | Höchstkurs der Aktie; starke Industriekonjunktur 22 |
| 2016 | 57.550 | 4.056 | 113.830 | 88,31 | 3,00 | 20,0 | Akquisition Chemetall (Oberflächentechnik) 22 |
| 2015 | 70.449 | 3.987 | 112.435 | 70,72 | 2,90 | 16,3 | Ölpreisverfall belastet Wintershall 22 |
| 2014 | 74.326 | 5.155 | 113.292 | 69,88 | 2,80 | 12,5 | Stabile Entwicklung; Fokus auf Akquisitionen 22 |
| 2013 | 73.973 | 4.792 | 112.206 | 77,49 | 2,70 | 14,8 | Expansion im Bereich funktionale Materialien 22 |
| 2012 | 72.129 | 4.819 | 113.262 | 71,15 | 2,60 | 13,5 | Solide Performance trotz Euro-Krise 22 |
| 2011 | 73.497 | 6.188 | 111.141 | 53,89 | 2,50 | 8,0 | Rekordjahr für Petrochemie 22 |
| 2010 | 63.873 | 4.557 | 109.140 | 59,70 | 2,20 | 13,1 | Akquisition Cognis (Inhaltsstoffe) 22 |
| 2009 | 50.693 | 1.410 | 104.779 | 43,46 | 1,70 | 28,4 | Finanzkrise; Übernahme Ciba (Spezialchemie) 22 |
| 2008 | 62.304 | 2.912 | 96.924 | 27,73 | 1,95 | 8,9 | Umwandlung in BASF SE; Aktiensplit 1:2 22 |
| 2007 | 57.951 | 4.065 | 95.175 | 50,71 | 1.95 | 12,5 | Starke Weltkonjunktur 22 |
| 2006 | 52.610 | 3.215 | 95.297 | 36,93 | 1,50 | 11,5 | Kauf Engelhard (USA) – größte Akquisition 22 |
| 2005 | 42.745 | 2.729 | 80.945 | 32,36 | 1,00 | 11,9 | Start Verbund Nanjing (China) 22 |
| 2004 | 37.537 | 1.883 | 81.955 | 26,50 | 0,85 | 14,1 | Boom in der Bau- und Autoindustrie 22 |
| 2003 | 33.361 | 910 | 87.159 | 22,29 | 0.70 | 24,5 | Schwaches US-Geschäft 22 |
| 2002 | 32.216 | 1.504 | 89.389 | 18,04 | 0,70 | 12,0 | Restrukturierung nach Dotcom-Blase 22 |
| 2001 | 32.501 | 5.853 | 92.545 | 20,88 | 0,65 | 3,6 | Verkauf Pharmasparte (Knoll) an Abbott 22 |
| 2000 | 35.946 | 1.240 | 103.289 | 24,09 | 0,65* | 19,4 | Akquisition Cyanamid Agrargeschäft 22 |
*Zusätzlich 0,35 € Sonderausschüttung im Jahr 2000.22 Alle Kurswerte vor 2008 sind an den Aktiensplit (1:2) angepasst.
BASF Aktie Prognose 2030: Die BASF im globalen Wettbewerbsdreieck
Für die nächsten zehn Jahre steht die BASF vor der Herausforderung, sich in einem Spannungsfeld zwischen der industriellen Dynamik Nordamerikas, dem massiven Marktwachstum Chinas und der regulativen Transformation Europas zu behaupten.
USA: Der Kostenvorteil durch billige Energie
Die Vereinigten Staaten haben sich durch den Schiefergasboom und den Inflation Reduction Act (IRA) als hocheffizienter Produktionsstandort etabliert.34 Die BASF profitiert hier von deutlich niedrigeren Rohstoff- und Energiekosten im Vergleich zu Europa.35 Es ist zu erwarten, dass die BASF ihre Investitionen in Standorte wie Geismar und Freeport weiter ausbaut, um von der Reindustrialisierung Amerikas zu profitieren.37 Der IRA bietet zudem attraktive Anreize für Investitionen in kohlenstoffarme Technologien und Batteriematerialien, was die USA zu einem direkten Konkurrenten für Investitionsmittel innerhalb des BASF-Konzerns macht.34
China: Vom Absatzmarkt zum Innovationshub
Bis 2035 wird China nicht mehr nur der größte Absatzmarkt, sondern auch ein führender Standort für chemische Verfahrenstechnologien sein.15 Die BASF setzt darauf, dass ihre Präsenz in Zhanjiang ihr einen Vorsprung gegenüber westlichen Wettbewerbern verschafft, die weniger tief im chinesischen Ökosystem verwurzelt sind.15 Ein zentraler Wachstumstreiber wird der Sektor der Batteriematerialien sein, in dem die BASF durch Joint Ventures wie BASF Shanshan eine starke Position einnimmt.16 Dennoch bleibt das Risiko von Überkapazitäten durch chinesische Staatsunternehmen bestehen, was die Margen für Standardchemikalien unter Druck setzen könnte.17
Europa und Deutschland: Transformation oder Deindustrialisierung?
Der Standort Ludwigshafen steht vor einer schwierigen Phase. Die Prognosen des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) zeigen, dass die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands aufgrund hoher Energiekosten und bürokratischer Hürden seit 2008 stetig gesunken ist.35 Die BASF muss Ludwigshafen zum weltweiten Vorreiter für CO₂-freie Chemie transformieren, um langfristig relevant zu bleiben.8 Gelingt die Skalierung von Technologien wie elektrisch beheizten Steamcrackern oder grünem Wasserstoff, könnte Ludwigshafen als Technologieexporteur für den gesamten Konzern dienen.8
Zusammenfassende Bewertung der Zukunftschancen
Die BASF verfügt über eine solide Bilanz (Eigenkapitalquote ca. 44 %) und stabile Credit Ratings, was ihr den notwendigen finanziellen Atem für die Transformation gibt.15 Der Erfolg bis 2035 wird davon abhängen, ob:
- Der Standort Zhanjiang die erwarteten Cashflows generiert und die politischen Risiken beherrschbar bleiben.2
- Die Kostenstruktur in Ludwigshafen erfolgreich an das neue Energieniveau angepasst wird.9
- Die BASF im Markt für Batteriematerialien gegen die starke asiatische Konkurrenz bestehen kann.15
Analysten sehen für die nächsten Jahre ein moderates Umsatzwachstum und eine deutliche Erholung der Profitabilität, sobald die Restrukturierungskosten auslaufen und die neuen Kapazitäten in China hochgefahren werden.14
Rechtssicherer Disclaimer
Die in diesem Dossier enthaltenen Informationen und Analysen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung, Kaufempfehlung oder Aufforderung zum Handel mit Wertpapieren dar.41 Der Bericht wurde auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen, Geschäftsberichte und Markteinschätzungen mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Dennoch übernimmt der Autor keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten.42
Historische Wertentwicklungen, insbesondere die dargestellte 25-Jahres-Tabelle, sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.42 Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen beruhen auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des Managements sowie externer Analysten, die sich aufgrund von wirtschaftlichen, politischen oder regulatorischen Veränderungen jederzeit als unzutreffend erweisen können.41 Investitionen in Aktien der BASF SE unterliegen unternehmerischen und marktspezifischen Risiken, die bis zum Totalverlust führen können. Eine Haftung für Vermögensschäden, die aus der Nutzung dieser Informationen resultieren, ist ausdrücklich ausgeschlossen.41 Vor einer Anlageentscheidung wird dringend empfohlen, eine individuelle Beratung durch einen qualifizierten Finanzexperten in Anspruch zu nehmen.
Referenzen
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- BASF beginnt am Standort Zhanjiang mit der Herstellung der ersten …, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.basf.com/global/de/media/news-releases/2025/11/p-25-226
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- “Schlanker, aber stärker” – BASF plant den großen Umbau – FARBE UND LACK, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.farbeundlack.de/nachrichten/markt-branche/schlanker-aber-staerker-basf-plant-den-grossen-umbau/
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- Disclaimer – Haftungsausschluss bei Internetseiten – Walder Wyss, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.walderwyss.com/assets/content/publications/2321.pdf
- Haftungsausschluss / Disclaimer – SSPA, Zugriff am Februar 16, 2026, https://sspa.ch/de/haftungsausschluss-disclaimer/
- Kostenlose Disclaimer-Vorlage für Ihre Webseite: Rechtssicher? – eRecht24, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.e-recht24.de/muster-disclaimer.html
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