
Peter Steinberger: Der Architekt der autonomen Zukunft – Eine Biografie zwischen Code-Perfektion und KI-Revolution
In der Geschichte der Softwareentwicklung gibt es Momente, in denen ein einzelner Akteur die Grenze dessen, was als möglich gilt, verschiebt. Peter Steinberger ist ein solcher Akteur. Sein Lebensweg liest sich wie eine Parabel auf die technologische Evolution des 21. Jahrhunderts: vom ländlichen Österreich über die Gründung eines globalen Software-Imperiums bis hin zur Rolle als einer der einflussreichsten Köpfe in der aktuellen Revolution der künstlichen Intelligenz.1 Steinberger ist nicht nur ein Entwickler; er ist ein System-Architekt, der die traditionelle Handwerkskunst des Programmierens mit der grenzenlosen Skalierbarkeit von KI-Agenten verschmolzen hat. Seine Geschichte ist geprägt von technischer Brillanz, unternehmerischem Durchhaltevermögen und einem dramatischen Burnout, der paradoxerweise den Weg für seine bisher bedeutendste Arbeit ebnete: die Erschaffung von OpenClaw und seinen Wechsel zu OpenAI.1
Die frühen Jahre: Der Funke im ländlichen Österreich
Die Wurzeln von Peter Steinbergers Karriere liegen weit entfernt von den gläsernen Bürotürmen des Silicon Valley. Er wuchs in einer ländlichen Gegend Österreichs auf, in einer Umgebung, die zunächst wenig Berührungspunkte mit der aufstrebenden Computerindustrie der 1980er und 1990er Jahre bot.2 Der entscheidende Wendepunkt in seinem Leben ereignete sich im Alter von 14 Jahren. Ein Sommergast brachte einen Computer mit, ein Gerät, das auf den jungen Steinberger eine fast magische Anziehungskraft ausübte.2 Es war dieser Moment der Erstbegegnung, der eine lebenslange Obsession mit der Logik und der Struktur von digitalen Systemen auslöste.
Steinberger begann, sich das Programmieren autodidaktisch beizubringen. Während Gleichaltrige sich mit konventionellen Hobbys beschäftigten, tauchte er tief in die Welt der Algorithmen ein. Diese frühe Faszination mündete schließlich in einem akademischen Werdegang an der Technischen Universität Wien (TU Wien), wo er sein Bachelorstudium im Jahr 2012 abschloss.5 Doch Steinberger war nie ein rein theoretischer Akademiker. Schon während seiner Zeit an der Universität begann er, sein Wissen weiterzugeben. Er unterrichtete iOS- und Mac-Entwicklung an der TU Wien und erarbeitete sich schnell einen Ruf als einer der führenden Experten für Apples Frameworks in Europa.6
Ein prägendes Ereignis für seine berufliche Philosophie war ein Vorfall in der Wiener U-Bahn. Er nutzte eine Dating-App auf seinem iPhone der zweiten Generation, als die App abstürzte und eine mühsam getippte Nachricht unwiederbringlich löschte.2 Dieser Moment der Frustration war die Geburtsstunde seines kompromisslosen Fokus auf Software-Qualität. Er wollte Systeme bauen, die nicht nur funktional, sondern absolut zuverlässig und performant waren – ein Anspruch, der später das Fundament seines ersten großen Unternehmenserfolgs bilden sollte.
| Meilenstein | Jahr | Details | Quelle |
| Erster Kontakt mit Computern | ca. 1990er | Sommergast weckt Interesse am Programmieren | 2 |
| Studium an der TU Wien | bis 2012 | Abschluss als Bachelor of Science | 5 |
| Lehrtätigkeit | ca. 2010 | Dozent für iOS und Mac Entwicklung an der TU Wien | 7 |
| Erstes Startup-Engagement | vor 2011 | Senior iOS Engineer in San Francisco | 7 |
Die Ära PSPDFKit: Perfektion im Detail
Der Weg zum Unternehmertum war für Steinberger nicht vorgezeichnet, sondern ergab sich aus einer bürokratischen Hürde. Nachdem er ein Jobangebot eines Startups in San Francisco angenommen hatte, verzögerte sich die Ausstellung seines Arbeitsvisums um mehr als sechs Monate.3 In dieser Zeit der Ungewissheit, in der er keine reguläre Arbeit annehmen durfte, begann er, als Freelancer an eigenen Projekten zu arbeiten. Inspiriert durch einen Freund, erkannte er eine massive Marktlücke: Die Darstellung von PDF-Dokumenten auf dem damals neuen iPad war langsam, fehleranfällig und unbefriedigend.3
Aus dieser Erkenntnis entstand im Jahr 2011 PSPDFKit.5 Das Unternehmen spezialisierte sich auf die Entwicklung eines robusten PDF-Software Development Kits (SDK), das es anderen Entwicklern ermöglichte, hochwertige PDF-Funktionalitäten in ihre eigenen Apps zu integrieren.6 Steinberger war von Anfang an getrieben von dem Ziel, das weltweit beste Framework für dieses komplexe Dateiformat zu schaffen. PDFs sind technisch gesehen „ungetüm“, sie enthalten oft JavaScript, verschachtelte Grafiken und komplexe Sicherheitsmechanismen.9 Steinberger und sein Team bauten eine Engine, die selbst mit den absurdesten PDF-Konstruktionen – wie etwa funktionsfähigen Taschenrechnern innerhalb eines Dokuments – umgehen konnte.9
Skalierung und Unternehmenskultur
Unter Steinbergers Führung entwickelte sich PSPDFKit zu einem globalen Marktführer. Das Unternehmen war ein Pionier der Remote-Arbeit, lange bevor diese durch globale Pandemien zum Standard wurde. Steinberger leitete ein Team, das aus über 15 Ländern heraus operierte.6 Diese dezentrale Struktur erlaubte es ihm, die weltweit besten Talente für das hochspezialisierte PDF-Engineering zu gewinnen.
Die Liste der Kunden von PSPDFKit liest sich wie ein Who-is-Who der globalen Wirtschaft. Die Software kommt in den Cockpits der Lufthansa zum Einsatz, wird von IBM genutzt und ist in zahllosen B2B-Anwendungen weltweit integriert.9 Trotz des Wachstums blieb Steinberger tief in der technischen Materie verwurzelt. Er war bekannt dafür, die Grenzen von Apples „Cocoa Touch“-Framework und der Runtime-Optimierung ständig neu auszuloten.6 Er war ein aktives Mitglied der Entwickler-Community, sprach regelmäßig auf Konferenzen weltweit und teilte seine Erkenntnisse über Software-Architektur und Teambuilding.7
| Unternehmen | Branche | Anwendung von PSPDFKit | Quelle |
| Lufthansa | Luftfahrt | PDF-Dokumentation im Cockpit auf iPads | 9 |
| IBM | Technologie | Enterprise-Dokumentenmanagement | 9 |
| Dropbox | Cloud-Speicher | PDF-Vorschau und Annotationen | 9 |
| Disney | Medien | Digitale Skript-Verwaltung | 11 |
Der Preis der Exzellenz: Burnout und Ausstieg
Der Erfolg von PSPDFKit hatte jedoch eine dunkle Kehrseite. Über 13 Jahre hinweg arbeitete Steinberger fast jedes Wochenende.3 Als CEO beschrieb er seine Rolle oft als den „Mülleimer“ des Unternehmens: Jedes Problem, das niemand sonst lösen konnte, landete auf seinem Schreibtisch.10 Diese konstante Belastung, gepaart mit dem Anspruch auf technische Perfektion, führte schließlich zu einem massiven Burnout.3 Er hatte sich selbst „kaputt gearbeitet“, wie er in späteren Interviews offen zugab.3
Im Jahr 2021 erfolgte der entscheidende Schnitt. Steinberger und sein Mitgründer Martin Schürrer entschieden sich, ihre Management-Rollen aufzugeben und das Unternehmen an Insight Partners zu verkaufen.5 Der Deal wurde mit über 100 Millionen US-Dollar bewertet und markierte das Ende seines ersten unternehmerischen Lebenszyklus.11 Doch anstatt den verdienten Ruhestand zu genießen, fiel Steinberger in ein tiefes Loch. Die darauffolgenden drei Jahre waren geprägt von einer schmerzhaften Suche nach Identität. Er reiste, feierte, unterzog sich einer Therapie und experimentierte mit Ayahuasca, um den Sinn jenseits von Code und KPIs wiederzufinden.12 Er hatte die Liebe zum Programmieren verloren und betrachtete Software zu diesem Zeitpunkt als eine abgeschlossene Episode seines Lebens.4
Die Wiedergeburt durch KI: Agentic Engineering
Die Rückkehr von Peter Steinberger in die Tech-Welt im Jahr 2024 war kein geplanter Schritt, sondern das Ergebnis einer technologischen Erleuchtung. Als er begann, mit den neuesten Sprachmodellen von Anthropic (Claude) und OpenAI (GPT-Modelle) zu experimentieren, entdeckte er eine völlig neue Art der Software-Erstellung.2 Anstatt Zeile für Zeile Code manuell zu schreiben, begann er, KI-Modelle als „digitale Mitarbeiter“ zu orchestrieren.
Er prägte den Begriff des „Agentic Engineering“ (Agentisches Engineering). In diesem Modell agiert der Mensch nicht mehr als Schreiberling, sondern als Architekt und Dirigent.4 Steinbergers neuer Workflow war radikal: Er betrieb zeitweise bis zu zehn KI-Agenten parallel, die in einem 3×3-Terminal-Grid auf seinem Bildschirm arbeiteten.2 Jeder Agent übernahm eine spezifische Teilaufgabe: Einer schrieb die Tests, einer entwickelte die Benutzeroberfläche, ein anderer optimierte die Datenbankanbindungen.
Vibe-Coding vs. Agentic Engineering
In der Community wurde dieser neue Stil oft als „Vibe-Coding“ bezeichnet – ein Begriff, dem Steinberger mit Humor, aber auch einer gewissen professionellen Distanz begegnet. Für ihn ist „Vibe-Coding“ der Zustand der intuitiven, fast spielerischen Erschaffung von Software, der oft erst nach 3 Uhr morgens beginnt und am nächsten Tag manchmal „Aufräumarbeiten“ erfordert.4 Das professionelle Pendant dazu ist das „Agentic Engineering“, bei dem Struktur, Systemarchitektur und automatisierte Verifizierungsschleifen im Vordergrund stehen.2
Der Kern seiner Philosophie ist der „Closed-Loop“ (geschlossener Kreislauf). Damit eine KI zuverlässigen Code schreiben kann, muss sie in der Lage sein, ihren eigenen Output zu überprüfen.2 Steinbergers Agenten kompilieren den Code, führen automatisierte Tests aus und korrigieren Fehlermeldungen eigenständig, bevor sie das Ergebnis an den Menschen zur finalen Abnahme übergeben.2 Dieser Prozess erlaubt es ihm, bis zu 600 Code-Commits pro Tag durchzuführen – eine Produktivität, die in der klassischen Softwareentwicklung völlig undenkbar wäre.2
| Konzept | Traditionelle Entwicklung | Agentic Engineering (Steinberger) | Quelle |
| Hauptwerkzeug | Texteditor / IDE | KI-Agenten (Claude Code, Codex) | 15 |
| Geschwindigkeit | Linear (Mensch tippt) | Exponentiell (Parallel-Agenten) | 2 |
| Fokus | Syntax und Algorithmen | Systemdesign und Validierung | 10 |
| Fehlerprüfung | Manuelle Debugging-Sessions | Automatisierter Closed-Loop | 2 |
OpenClaw: Das globale Phänomen
Aus einem Wochenendprojekt, das ursprünglich nur als simple Weiterleitung von WhatsApp-Nachrichten an ein KI-Modell gedacht war („V Relay“), entwickelte sich innerhalb weniger Monate eines der erfolgreichsten Open-Source-Projekte der Geschichte: OpenClaw (zuvor ClawdBot oder Moltbot).1 OpenClaw ist ein autonomer KI-Agent, der auf dem lokalen Computer des Nutzers installiert wird und über Messenger wie WhatsApp oder Telegram gesteuert werden kann.4
Der massive Erfolg von OpenClaw – über 100.000 Sterne auf GitHub in kürzester Zeit – liegt in seiner Fähigkeit, echte Aktionen in der physischen und digitalen Welt auszuführen.4 OpenClaw kann E-Mails lesen und beantworten, Dateien auf dem Computer organisieren, Browser-Aktionen durchführen (wie das Einchecken für einen Flug) und sogar Smart-Home-Geräte steuern.20 Steinberger beschrieb das Ziel von OpenClaw als die Erschaffung eines Agenten, „den sogar meine Mutter benutzen kann“.1
Die “Lobster”-Bewegung und Sicherheitskontroversen
OpenClaw wurde nicht nur wegen seiner Funktionalität berühmt, sondern auch wegen der damit verbundenen Memes. Das Logo, ein Hummer (Lobster), und die „Claw“-Geste wurden zum Symbol einer neuen Generation von KI-Enthusiasten.4 Doch der Erfolg brachte auch Kritik mit sich. Da OpenClaw tiefe Systemrechte benötigt, um effektiv zu arbeiten, warnten Sicherheitsexperten vor massiven Risiken.4
In der Anfangsphase war das Tool so konfiguriert, dass es unter bestimmten Bedingungen sensible API-Schlüssel oder private Daten exponieren konnte.22 Steinberger ging mit dieser Kritik gewohnt offen um. Er räumte ein, dass Sicherheit anfangs nicht die höchste Priorität hatte, da das Projekt als spielerisches Experiment begann.24 Er reagierte jedoch schnell, indem er führende Sicherheitsexperten in das Projekt integrierte und Partnerschaften mit Unternehmen wie VirusTotal schloss, um die Sicherheit der von Nutzern erstellten „Skills“ zu gewährleisten.13
Der Ruf der Giganten: Meta vs. OpenAI
Der kometenhafte Aufstieg von OpenClaw führte dazu, dass die mächtigsten Männer der Tech-Welt auf den Österreicher aufmerksam wurden. Innerhalb einer einzigen Woche erhielt Steinberger persönliche Angebote von Mark Zuckerberg (Meta) und Sam Altman (OpenAI).12 Auch Satya Nadella (Microsoft) suchte den Kontakt.12
Mark Zuckerberg demonstrierte dabei eine ungewöhnliche persönliche Nähe: Er schrieb Steinberger direkt über WhatsApp und gab detailliertes Feedback zu OpenClaw, nachdem er das Tool selbst intensiv getestet hatte.12 Sam Altman hingegen punktete mit der Vision, Steinbergers Agenten-Technologie direkt in das Herz von OpenAI zu integrieren, um „persönliche Agenten der nächsten Generation“ für Milliarden von Menschen zu bauen.1
Im Februar 2026 gab Steinberger schließlich bekannt, dass er sich für OpenAI entschieden hat.1 Diese Entscheidung war nicht nur eine berufliche, sondern auch eine strategische Wahl für die Zukunft von OpenClaw. Im Rahmen des Wechsels wurde OpenClaw in eine unabhängige Stiftung überführt, um sicherzustellen, dass das Projekt Open Source bleibt und weiterhin von der Community vorangetrieben werden kann, während Steinberger bei OpenAI die Ressourcen erhält, um die Vision von autonomen Agenten global zu skalieren.1
Bedeutung für die KI-Landschaft und Europa
Peter Steinbergers Bedeutung für die Welt der künstlichen Intelligenz lässt sich auf drei Ebenen zusammenfassen. Erstens hat er durch OpenClaw bewiesen, dass autonome Agenten keine ferne Zukunftsvision sind, sondern bereits heute auf Standard-Hardware (wie einem Mac Mini) funktionieren können.22 Er hat das Konzept der „Agency“ – also der Fähigkeit einer KI, eigenständig zu handeln – aus dem Labor in die Hände von Millionen von Nutzern gebracht.
Zweitens hat er das Berufsbild des Software-Entwicklers neu definiert. Seine Arbeitsweise zeigt, dass technisches Detailwissen zwar weiterhin wichtig ist, aber zunehmend durch systemisches Denken, Architekturverständnis und die Fähigkeit zur KI-Orchestrierung ergänzt werden muss.2 Steinberger ist das lebende Beispiel dafür, dass ein einzelner „Senior Engineer“ mit Hilfe von KI-Agenten die Schlagkraft eines ganzen Startups entfalten kann.10
Drittens hat sein Wechsel in die USA eine schmerzhafte Debatte über den Technologiestandort Europa ausgelöst. Kritiker und Beobachter sehen in seinem Weggang einen Beweis für das „europäische Dilemma“: Europa verfügt über exzellente Talente und Bildungseinrichtungen, scheitert aber oft daran, die notwendigen Bedingungen – wie massives Risikokapital und ein innovationsfreundliches regulatorisches Umfeld – zu schaffen, um Weltmarktführer im Bereich KI hervorzubringen.26 Während europäische Regulierungsbehörden noch über den „AI Act“ debattierten, hatten die US-Giganten bereits die Schecks für Steinbergers Vision ausgestellt.26
| Aspekt | Situation in Europa (laut Kritikern) | Situation in den USA (OpenAI/Meta) | Quelle |
| Kapitalverfügbarkeit | Begrenzt, Fokus auf Sicherheit/Stabilität | Nahezu unbegrenzt für disruptive Ideen | 26 |
| Regulierung | Streng (DSGVO, AI Act), Fokus auf Risiken | Flexibel, Fokus auf Markteintritt und Speed | 26 |
| Rekrutierung | Langwierige Prozesse, Fokus auf Hierarchie | Direkter Kontakt durch CEOs (Altman/Zuck) | 26 |
| Vision | „Digitale Souveränität“ (oft defensiv) | Weltweite Dominanz von KI-Plattformen | 26 |
Der Investor: Unterstützung für das heimische Ökosystem
Trotz seines Umzugs in die USA bleibt Steinberger eine zentrale Figur für die österreichische Startup-Szene. Als Angel-Investor nutzt er das Kapital aus dem PSPDFKit-Exit, um die nächste Generation von Gründern zu unterstützen. Sein Investment-Portfolio spiegelt dabei seine technischen Interessen wider: Er investiert primär in Unternehmen aus den Bereichen Enterprise Applications, Real Estate Tech und natürlich KI-basierte Plattformen.5
Auszug aus dem Investment-Portfolio
| Unternehmen | Fokus | Rolle | Quelle |
| ContextSDK | Kontextbewusste App-Optimierung | Angel Investor | 5 |
| 123-Transporter | Logistik-Plattform für Miettransporter | Seed Investor | 5 |
| Wohnio | Digitale Verwaltung von Immobilien | Seed Investor (2025) | 5 |
| Calm/Storm VC | Frühphasen-Venture Capital | Partner / Mentor | 6 |
Steinberger ist bekannt dafür, nicht nur Geld zu geben, sondern aktiv als Mentor zu agieren. Er nutzt seine Erfahrung aus der Skalierung eines bootstrapped Unternehmens (eines ohne externes Startkapital), um Gründern beizubringen, wie man nachhaltige Produkte baut, ohne die Kontrolle an Investoren zu verlieren.8
Ein Ausblick auf die Zukunft
Peter Steinberger steht heute an der Spitze einer Bewegung, die das Verhältnis zwischen Mensch und Computer fundamental verändern wird. Mit seinem Wechsel zu OpenAI wird er maßgeblich daran beteiligt sein, wie die nächste Generation von Sprachmodellen – wie GPT-5 oder zukünftige Iterationen – mit unserer physischen und digitalen Umwelt interagiert.1
Seine Vision bleibt dabei menschzentriert. Er glaubt nicht daran, dass die KI den Menschen ersetzt, sondern dass sie ihn von der „Plackerei“ der repetitiven Aufgaben befreit.10 Ob es das Aufräumen des Posteingangs ist, das Schreiben von standardisiertem Code oder das Navigieren durch komplexe bürokratische Prozesse – in Steinbergers Welt werden autonome Agenten diese Last tragen, während der Mensch sich auf Kreativität, Strategie und „Taste“ (Geschmack) konzentriert.2
Für Laien mag Peter Steinbergers Geschichte wie ein modernes Märchen klingen, doch sie ist vor allem ein Zeugnis für die transformative Kraft von Neugier und die Fähigkeit, sich nach tiefen Krisen neu zu erfinden. Er hat den Weg vom „wilden Programmierer“ aus der österreichischen Provinz zum globalen KI-Vordenker geebnet und dabei gezeigt, dass die wichtigste Fähigkeit im 21. Jahrhundert nicht das Beherrschen einer bestimmten Syntax ist, sondern das Verständnis dafür, wie man komplexe Systeme gestaltet, die das Leben der Menschen spürbar verbessern.3
Der „Hummer“ hat die Tech-Welt ergriffen, und Peter Steinberger ist der Mann, der die Scheren führt. Seine Reise bei OpenAI hat gerade erst begonnen, und die gesamte Branche blickt gespannt darauf, welches „unmögliche“ Problem er als nächstes durch die Symbiose von menschlichem Verstand und künstlicher Intelligenz lösen wird.1
Referenzen
- Who is Peter Steinberger, OpenAI’s high-profile hire to build personal AI agents? – Upstox, Zugriff am Februar 16, 2026, https://upstox.com/news/business-news/latest-updates/who-is-peter-steinberger-open-ai-s-high-profile-hire-to-build-personal-ai-agents/article-189445/
- Global Sensation: Two-Hour In – Depth Interview with Clawdbot’s …, Zugriff am Februar 16, 2026, https://eu.36kr.com/en/p/3660257828594306
- Behind ClawdBot’s meteoric rise: Founder Peter Peter and his second life | PANews, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.panewslab.com/en/articles/b58b5897-8d1d-4bd3-a98e-a77fe3b4b315
- Transcript for OpenClaw: The Viral AI Agent that Broke the Internet – Peter Steinberger | Lex Fridman Podcast #491, Zugriff am Februar 16, 2026, https://lexfridman.com/peter-steinberger-transcript/
- Peter Steinberger – 2026 Portfolio & Founded Companies – Tracxn, Zugriff am Februar 16, 2026, https://tracxn.com/d/people/peter-steinberger/__ae405BNo-k4IUJQjv4PlPr8UjkKwcA0NsSfH0_On2T4
- Peter Steinberger – calmstorm.vc, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.calmstorm.vc/supporting-partners/peter-steinberger
- Peter Steinberger – Craft Conference, Zugriff am Februar 16, 2026, https://craft-conf.com/2017/speaker/PeterSteinberger
- i²c Founder & Investor Talk on April 25th: “Bootstrapping – The long road to success” by Peter Steinberger – Innovation Incubation Center – i2c TU Wien, Zugriff am Februar 16, 2026, https://i2c.tuwien.ac.at/i%C2%B2c-founder-investor-talk-bootstrapping-the-long-road-to-success-by-peter-steinberger/
- Peter Steinberger from PSPDFKit on his startup journey, quirks of PDF and what’s exciting about WWDC19 – Semaphore, Zugriff am Februar 16, 2026, https://semaphore.io/blog/peter-steinberger-startup-journey-pdf-quirks-and-wwdc19
- Peter Steinberger Built a $100M Dev Tool, Burned Out, Then Came … – The Wantrepreneur to Entrepreneur Podcast, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.thewantrepreneurshow.com/blog/peter-steinberger-built-a-100m-dev-tool-burned-out-then-came-back-to-code-with-ai-agents-and-never-looked-back/
- OpenClaw creator Peter Steinberger joins OpenAI to ‘change the world’, Zugriff am Februar 16, 2026, https://m.economictimes.com/us/news/openclaw-creator-peter-steinberger-joins-openai-to-change-the-world/articleshow/128402607.cms
- OpenClaw: Peter Steinberger Already Has Offers from Meta and OpenAI on the Table – Trending Topics, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.trendingtopics.eu/openclaw-peter-steinberger-already-has-offers-from-meta-and-openai-on-the-table/
- Inleap Photonics secures Pre-Seed funding for laser-based drone defense, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.trendingtopics.eu/inleap-photonics-secures-pre-seed-funding-for-laser-based-drone-defense/
- yjsoon, Zugriff am Februar 16, 2026, https://yjsoon.com/
- Just Talk To It – the no-bs Way of Agentic Engineering | Peter …, Zugriff am Februar 16, 2026, https://steipete.me/posts/just-talk-to-it
- transcripts Archives – Lex Fridman, Zugriff am Februar 16, 2026, https://lexfridman.com/category/transcripts/
- I’m joining OpenAI | Hacker News, Zugriff am Februar 16, 2026, https://news.ycombinator.com/item?id=47028013
- Peter Steinberger’s MCP Server: The Pragmatic Engineer’s Secret Weapon – Skywork.ai, Zugriff am Februar 16, 2026, https://skywork.ai/skypage/en/mcp-server-pragmatic-engineer/1980509596578074624
- Shipping at Inference-Speed | Peter Steinberger, Zugriff am Februar 16, 2026, https://steipete.me/posts/2025/shipping-at-inference-speed
- What is OpenClaw? Your Open-Source AI Assistant for 2026 | DigitalOcean, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.digitalocean.com/resources/articles/what-is-openclaw
- Introducing OpenClaw, Zugriff am Februar 16, 2026, https://openclaw.ai/blog/introducing-openclaw
- The Ultimate Guide to OpenClaw (Formerly Clawdbot -> Moltbot) From setup and mind-blowing use cases to managing critical security risks you cannot ignore. This is the Rise of the 24/7 Proactive AI Agent Employees : r/ThinkingDeeplyAI – Reddit, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.reddit.com/r/ThinkingDeeplyAI/comments/1qsoq4h/the_ultimate_guide_to_openclaw_formerly_clawdbot/
- OpenClaw founder joins OpenAI to create next-gen personal agents – Silicon Republic, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.siliconrepublic.com/business/peter-steinberger-openclaw-moltbot-moltbook-ai-openai-personal-agents
- Why Trying to Secure OpenClaw is Ridiculous – Aikido, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.aikido.dev/blog/why-trying-to-secure-openclaw-is-ridiculous
- OpenClaw Developer Peter Steinberger Joins OpenAI; His AI Agent Will Stay Open Source, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.trendingtopics.eu/openclaw-developer-peter-steinberger-joins-openai-his-ai-agent-will-stay-open-source/
- OpenClaw: Europe Left Peter Steinberger With no Choice but to go to the US, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.trendingtopics.eu/openclaw-europe-left-peter-steinberger-with-no-choice-but-to-go-to-the-us/
- SignalPulse | Newsletters – The Tech Buzz, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.techbuzz.ai/newsletters/signalpulse-410c-post-8a933c33-a259-404b-939f-b831d72593c6
- Austrian creator of viral OpenClaw joins OpenAI – Tech.eu, Zugriff am Februar 16, 2026, https://tech.eu/2026/02/16/austrian-creator-of-viral-openclaw-joins-openai/
- steipete.me – Peter Steinberger – Bluesky, Zugriff am Februar 16, 2026, https://bsky.app/profile/steipete.me
- OpenAI hires OpenClaw creator Steinberger in AI agent push – Investing.com, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.investing.com/news/stock-market-news/openai-hires-openclaw-creator-steinberger-in-ai-agent-push-4507318
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