
Reichensteuer Buch von Gabriel Zucman
Zusammenfassung
Mit der Veröffentlichung der deutschen Ausgabe seines neuesten Werkes „Reichensteuer. Aber richtig!“ (🔍Affiliate Link: Aktuellen Preis & Details prüfen) im Januar 2026 hat der französische Ökonom Gabriel Zucman, Professor an der University of California, Berkeley, und Direktor des EU Tax Observatory, eine Debatte neu entfacht, die weit über akademische Zirkel hinausreicht.1 Das Buch, welches zeitgleich mit einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin vorgestellt wurde, ist nicht nur eine Diagnose der gegenwärtigen steuerlichen Ungleichgewichte, sondern ein detaillierter legislativer Bauplan.1
Zucman, der bereits als Architekt der globalen Mindeststeuer für Unternehmen (Pillar Two) gilt und die G20-Präsidentschaft Brasiliens 2024 beriet, legt hier einen radikalen und doch technisch pragmatischen Vorschlag vor: Eine koordinierte Mindeststeuer von 2 % auf das Vermögen von Milliardären.5 Die Kernthese lautet, dass das gegenwärtige Steuersystem an der Spitze regressiv wirkt, da Milliardäre durch die Vermeidung realisierter Einkünfte („Buy, Borrow, Die“-Strategie) effektive Steuersätze nahe Null erreichen, während die Mittelschicht die Hauptlast der Staatsfinanzierung trägt.1
Dieser Bericht analysiert auf über 20 Seiten die in Zucmans Buch von 2026 dargelegten Konzepte, die zugrundeliegenden ökonomischen Daten, die vorgeschlagenen Implementierungsmechanismen sowie die spezifischen Implikationen für Deutschland. Besonderes Augenmerk liegt auf der verfassungsrechtlichen Machbarkeit („Presumptive Income Tax“), den technischen Lösungen für Liquiditätsprobleme („Payment in Kind“) und der Abwägung makroökonomischer Vor- und Nachteile.
1. Die ökonomische Diagnose: Das strukturelle Versagen der Besteuerung an der Spitze
1.1. Die Entkopplung von steuerlicher Bemessungsgrundlage und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit
Das fundamentale Axiom moderner Steuersysteme, das Leistungsfähigkeitsprinzip (Ability-to-Pay Principle), postuliert, dass Bürger entsprechend ihrer ökonomischen Kraft zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen sollen. Zucman argumentiert in „Reichensteuer. Aber richtig!“, dass dieses Prinzip im 21. Jahrhundert für das oberste Perzentil der Vermögensverteilung, und insbesondere für die Gruppe der weltweit ca. 3.000 Milliardäre, faktisch außer Kraft gesetzt wurde.1
Historisch basierte die Besteuerung auf Einkommensströmen (Löhne, Dividenden, Zinsen), da diese als verlässlicher Indikator für den Zuwachs an Leistungsfähigkeit galten. Für die breite Masse der Bevölkerung (Arbeitnehmer und Kleinunternehmer) korreliert das zu versteuernde Einkommen auch heute noch stark mit ihrer tatsächlichen ökonomischen Situation. Wer mehr verdient, zahlt in einem progressiven Tarifverlauf mehr Steuern.
Für Ultra-High-Net-Worth Individuals (UHNWIs) hat sich diese Korrelation jedoch aufgelöst. Zucman demonstriert anhand administrativer Daten, dass das steuerpflichtige Einkommen von Milliardären oft nur einen winzigen Bruchteil ihres wirtschaftlichen Einkommens (definiert als Konsum plus Vermögenszuwachs nach Haig-Simons) ausmacht. Während das Vermögen durch die Wertsteigerung von Unternehmensanteilen exponentiell wächst, bleibt das steuerlich relevante Einkommen niedrig, weil Gewinne in Holdinggesellschaften thesauriert (einbehalten) und nicht ausgeschüttet werden.5
Die Folge ist ein regressiver Verlauf der effektiven Steuerbelastung am oberen Ende der Verteilung. Während die Mittelklasse in Ländern wie Frankreich oder Deutschland oft Gesamtabgabenlasten (Einkommensteuer, Sozialabgaben, Verbrauchsteuern) von 40 % bis 50 % trägt, sinkt dieser Satz für Milliardäre auf effektiv 0,3 % bis 0,5 % ihres Vermögens.5
1.2. Der Mechanismus der Steuervermeidung: „Buy, Borrow, Die“
Zucman seziert in seinem Buch die Mechanismen, die diese niedrigen Raten ermöglichen. Er identifiziert keine illegale Steuerhinterziehung (obwohl diese in Steueroasen weiterhin eine Rolle spielt, wie er in „The Hidden Wealth of Nations“ zeigte 8), sondern legale Optimierungsstrategien, die das System der Realisierungsbesteuerung ausnutzen.
Das zentrale Muster bezeichnet die US-Steuerlehre als „Buy, Borrow, Die“:
- Akkumulation (Buy/Build): Der Unternehmer gründet eine Firma oder investiert in Assets. Die Gewinne werden nicht als Dividenden ausgezahlt (was Einkommensteuer auslösen würde), sondern im Unternehmen belassen, um den Aktienkurs zu steigern.
- Finanzierung (Borrow): Um einen luxuriösen Lebensstil zu finanzieren, ohne Aktien verkaufen zu müssen (was Kapitalertragsteuer auslösen würde), nehmen UHNWIs Kredite auf, die mit ihren Aktienpaketen besichert sind. Diese Kredite sind steuerfrei. Die Zinsen können unter Umständen sogar steuerlich geltend gemacht werden.
- Transfer (Die): Beim Tod des Vermögensinhabers werden die Assets auf die Erben übertragen. In vielen Jurisdiktionen (wie den USA mit dem „Step-up in Basis“ oder Deutschland mit Verschonungsregeln für Betriebsvermögen) werden die bis dahin angefallenen Buchgewinne steuerlich „gewaschen“ oder massiv begünstigt übertragen.9
Das Resultat ist, dass massive Vermögenszuwächse über Generationen hinweg unbesteuert bleiben können. Zucman bezeichnet dies als einen „Triumph der Ungerechtigkeit“, der nicht durch technisches Unvermögen der Steuerbehörden, sondern durch mangelnden politischen Willen zur Schließung dieser Lücken entstanden ist.1
Tabelle 1: Effektive Steuerlast im Vergleich (Beispielhafte Darstellung nach Zucman-Daten)
| Bevölkerungsgruppe | Hauptquelle des Einkommens | Steuerbasis | Effektiver Steuersatz (inkl. Sozialabgaben/Konsumsteuer) |
| Untere 50 % | Lohnarbeit | Bruttolohn | ca. 30 – 40 % (hoher Anteil Konsumsteuer) |
| Mittelschicht (50-90 %) | Lohnarbeit | Bruttolohn | ca. 40 – 50 % |
| Top 1 % | Mischung (Lohn/Kapital) | Lohn + Dividenden | ca. 35 – 45 % |
| Top 0,0001 % (Milliardäre) | Unrealisierte Kapitalgewinne | Realisiertes Einkommen (oft minimal) | < 0,5 % des Vermögens 7 |
Diese Tabelle verdeutlicht die empirische Basis von Zucmans Argumentation: Das Steuersystem verliert an der Spitze seine Progressivität und wird regressiv.
2. Der legislative Vorschlag: Eine koordinierte Mindeststeuer
2.1. Das Konzept der „Top-Up“-Steuer
Die Antwort, die Zucman in „Reichensteuer. Aber richtig!“ formuliert, bricht mit der traditionellen Dichotomie zwischen Einkommen- und Vermögenssteuer. Sein Vorschlag einer Mindeststeuer für Milliardäre ist technisch als Ergänzungssteuer (Top-Up Tax) konzipiert, inspiriert durch die globale Mindeststeuer für Unternehmen (Pillar Two), an deren Design er maßgeblich beteiligt war.6
Der Vorschlag sieht vor, dass Individuen mit einem Nettovermögen von über einer Milliarde US-Dollar (oder Euro) jährlich eine Steuer zahlen müssen, die mindestens 2 % ihres Nettovermögens entspricht.5
Der Mechanismus funktioniert in drei Schritten:
- Vermögensermittlung: Die Steuerbehörde ermittelt den Marktwert des Gesamtvermögens (Aktien, Immobilien, Kunst etc. abzüglich Schulden).
- Soll-Steuer-Berechnung: Es wird berechnet, wie hoch 2 % dieses Vermögens wären. (Beispiel: Bei 10 Mrd. € Vermögen beträgt die Soll-Steuer 200 Mio. €).
- Anrechnung und Erhebung: Es wird geprüft, wie viel Einkommensteuer das Individuum im entsprechenden Jahr bereits gezahlt hat.
- Szenario A: Der Milliardär hat viele Aktien verkauft und Dividenden bezogen, sodass er bereits 250 Mio. € Einkommensteuer gezahlt hat. In diesem Fall ist die Steuerschuld (0 € Top-Up) beglichen; er zahlt mehr als das Minimum.
- Szenario B: Der Milliardär hat Gewinne thesauriert und lediglich 10 Mio. € Einkommensteuer gezahlt. Die Differenz zur Soll-Steuer (200 Mio. € – 10 Mio. € = 190 Mio. €) wird als „Reichensteuer“ erhoben.13
Zucman betont, dass es sich hierbei nicht um eine Vermögenssteuer im klassischen Sinne handelt, die zusätzlich zu allen anderen Steuern erhoben wird (wie die französische ISF früher), sondern um eine Untergrenze, die sicherstellt, dass niemand unter ein gewisses Niveau der Beteiligung am Gemeinwesen fällt.5
2.2. Zielgruppe und Aufkommenspotenzial
Die Beschränkung auf Milliardäre (ca. 3.000 Personen weltweit) ist ein strategischer Schachzug. Sie minimiert den administrativen Aufwand, da sich die Steuerbehörden auf eine überschaubare Anzahl von Fällen konzentrieren können, bei denen die potenziellen Einnahmen jedoch enorm sind.
- Global: Zucman schätzt das jährliche Aufkommen auf 200 bis 250 Milliarden US-Dollar. Eine Erweiterung auf „Centi-Millionäre“ (Vermögen > 100 Mio. $) würde weitere 100 bis 140 Milliarden Dollar generieren.5
- Deutschland: Für die Bundesrepublik beziffert Zucman das Potenzial auf ca. 17 Milliarden Euro pro Jahr.15 Dies ist eine signifikante Summe, die etwa dem Budget des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entspricht.
2.3. Die „Presumptive Income Tax“: Ein juristischer Schlüssel
Ein zentraler Aspekt für die Anwendbarkeit in verschiedenen Rechtssystemen (insbesondere in Deutschland, siehe Kapitel 6) ist die theoretische Einordnung als „vermutete Einkommensteuer“ (Presumptive Income Tax).5
Da die Besteuerung von Vermögenssubstanz in vielen Ländern verfassungsrechtlich umstritten ist („Konfiskationsverbot“), reinterpretiert Zucman die Steuerbasis. Anstatt das Vermögen selbst zu besteuern, wird das Vermögen als Indikator für potenzielles Einkommen herangezogen. Man unterstellt, dass ein Vermögen von 1 Milliarde Euro bei rationaler Anlage eine marktübliche Rendite (z.B. 6 %) erwirtschaftet. Die 2 %-Steuer auf das Vermögen entspricht dann ökonomisch einer Besteuerung dieses fiktiven Ertrags mit 33 %.5
Dieser Ansatz umschifft das Argument, die Steuer würde die Substanz angreifen, solange die tatsächliche oder marktübliche Rendite höher ist als der Steuersatz. Da die Renditen der Superreichen im Durchschnitt der letzten Jahrzehnte (laut Zucman ca. 7–9 %) deutlich über 2 % lagen, bleibt das Vermögen nominal erhalten und wächst weiter, nur etwas langsamer.5
3. Technische Hürden und Zucmans Lösungen
Kritiker von Vermögenssteuern führen traditionell drei Hauptprobleme an: Bewertung, Liquidität und Mobilität. Zucmans Buch von 2026 widmet diesen technischen Aspekten breiten Raum und bietet innovative Lösungsansätze.
3.1. Das Bewertungsproblem (Valuation)
Problem: Ein großer Teil des Vermögens von Milliardären besteht nicht aus börsennotierten Aktien, sondern aus Anteilen an privaten Unternehmen, Start-ups (Private Equity), Immobilien oder Kunstsammlungen, für die kein täglicher Marktpreis existiert. Eine jährliche Bewertung ist bürokratisch aufwendig und streitanfällig.17
Zucmans Lösung:
- Börsennotierte Assets: Für ca. 50 % des Vermögens der globalen Milliardäre liegen Marktpreise vor. Hier ist die Bewertung trivial.18
- Private Assets: Zucman schlägt die Verwendung standardisierter Formeln vor (Multiplikatoren basierend auf Umsatz oder Gewinn vergleichbarer börsennotierter Firmen).
- Selbstveranlagung mit Sanktionsmechanismus: Der Steuerpflichtige deklariert den Wert selbst. Sollte die Steuerbehörde den Wert anzweifeln, greift ein neuartiger Mechanismus: Der Staat kann verlangen, dass die Steuer in Form von Anteilen auf Basis der vom Steuerzahler angegebenen Bewertung beglichen wird. Gibt der Steuerzahler einen zu niedrigen Wert an, um Steuern zu sparen, muss er überproportional viele Anteile abgeben. Dies schafft einen starken Anreiz für eine ehrliche (oder sogar leicht überhöhte) Bewertung.18
3.2. Das Liquiditätsproblem und „Payment in Kind“
Problem: Dies ist das häufigste Argument in der öffentlichen Debatte, oft illustriert am Beispiel von Start-up-Gründern. Ein Gründer besitzt Anteile im Wert von 2 Milliarden Euro an seinem Unternehmen (z.B. ein KI-Start-up wie Mistral AI), bezieht aber kaum Gehalt. Er hat kein Bargeld, um 40 Millionen Euro (2 %) Steuern zu zahlen. Ein Zwang zum Aktienverkauf könnte den Kurs drücken oder ihm die Kontrolle über sein Lebenswerk entziehen.20
Zucmans Lösung: „Payment in Kind“ (Zahlung in Sachwerten)
Zucman entkräftet dieses Argument mit dem Vorschlag, Steuerschulden direkt durch die Übertragung von Aktien begleichen zu können.
- Funktionsweise: Der illiquide Milliardär überträgt Anteile im Wert der Steuerschuld an den Staat oder einen unabhängigen Staatsfonds.
- Kein Liquiditätsabfluss: Dem Unternehmen fließt kein Geld ab; es werden keine Mittel für Investitionen oder Löhne entzogen.
- Kein Kontrollverlust: Zucman argumentiert, dass die Verwässerung minimal ist (z.B. 1-2 % pro Jahr). Dies entspricht den Verwässerungseffekten, die bei Finanzierungsrunden oder Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen ohnehin üblich sind. Der Staat könnte zudem „stille Anteile“ ohne Stimmrecht akzeptieren, um Bedenken bezüglich einer Verstaatlichung der Unternehmensführung auszuräumen.14
- Marktneutralität: Der Fonds muss die Aktien nicht sofort verkaufen („Fire Sale“), sondern kann sie halten und diversifiziert verwalten, ähnlich wie Staatsfonds in Norwegen oder Singapur.
3.3. Das Mobilitätsproblem (Kapitalflucht)
Problem: Reiche sind hochmobil. Führt ein Land wie Deutschland die Steuer allein ein, ziehen Milliardäre in die Schweiz oder nach Dubai.
Zucmans Lösung:
Zucman favorisiert eine globale Lösung (G20), hat aber einen Plan B für unilaterale Vorreiter:
- Aggressive Wegzugsbesteuerung (Exit Tax): Wer das Land verlässt, muss auf alle unrealisierten Gewinne sofort Steuern zahlen, als ob er alle Vermögenswerte verkauft hätte. Dies beendet den steuerlichen Aufschubvorteil abrupt und macht den Wegzug fiskalisch unattraktiv.5
- „Tax Collector of Last Resort“: Nach dem Vorbild der OECD-Mindeststeuer für Unternehmen schlägt Zucman vor, dass Länder das Besteuerungsrecht übernehmen, wenn das Wohnsitzland die Mindeststeuer nicht erhebt. Lebt ein deutscher Milliardär in Monaco (0 % Steuer), könnte Deutschland als Land seiner Staatsbürgerschaft oder als Land, in dem seine Unternehmen Umsatz machen, die Differenz von 2 % nacherheben. Dies würde Steueroasen ihre Attraktivität nehmen, da die Steuer ohnehin gezahlt werden muss – entweder an Monaco oder an Deutschland.5
4. Spezifische Analyse: Der Fall Deutschland
Die deutsche Ausgabe des Buches adressiert direkt die spezifische Situation in Deutschland. Deutschland weist im internationalen Vergleich eine besonders hohe Vermögensungleichheit auf, da große Familienunternehmen (Hidden Champions) über Generationen hinweg Vermögen akkumuliert haben, die steuerlich oft geschont wurden.1
4.1. Verfassungsrechtliche Analyse: Das Trauma der Vermögenssteuer
Die Vermögenssteuer wird in Deutschland seit 1997 nicht mehr erhoben. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hatte 1995 geurteilt, dass die damalige Erhebungspraxis verfassungswidrig war, da Immobilien (Einheitswerte) gegenüber Kapitalvermögen massiv zu niedrig bewertet wurden, was gegen den Gleichheitsgrundsatz (Art. 3 GG) verstieß.24
- Zucmans Anpassung: Zucmans Vorschlag einer Bewertung aller Assets zu Marktpreisen (Marktwert) heilt diesen spezifischen Verfassungsangel.
- Das Ertrags-Argument: Konservative Verfassungsrechtler argumentieren oft, eine Vermögenssteuer dürfe nicht die Substanz angreifen (Erdrosselungsverbot, Art. 14 GG). Zucmans Argumentation über die „Presumptive Income Tax“ (siehe 2.3) zielt darauf ab, die Steuer dogmatisch in die Nähe der Einkommensteuer zu rücken. Wenn das Vermögen als Einkommensquelle definiert wird, ist die Besteuerung zulässig, solange sie nicht konfiskatorisch (über 50 % des Ertrags) wirkt. Da Zucman auf die hohen Renditen der Superreichen verweist, bleibt die 2 %-Steuer in der Regel unterhalb des Ertrags.5
4.2. Die 17-Milliarden-Euro-Debatte
Die von Zucman in den Raum gestellte Summe von 17 Milliarden Euro Einnahmen für den deutschen Fiskus ist politischer Sprengstoff.15
- Bedeutung: Angesichts der strikten Schuldenbremse und des Investitionsbedarfs für Klimaschutz und Infrastruktur suchen Parteien wie die SPD und die Grünen händeringend nach Einnahmequellen, die nicht die breite Masse belasten. Die Veranstaltung mit SPD-Generalsekretär Klüssendorf signalisiert, dass Zucmans Konzept als Blaupause für das Wahlprogramm 2025/26 dient.1
- Kritik der deutschen Ökonomen: Führende deutsche Ökonomen wie Clemens Fuest (Ifo Institut) kritisieren den Vorschlag. Sie argumentieren, dass deutsche Familienunternehmen oft eigenkapitalfinanziert sind und Gewinne reinvestieren („Thesaurierungsbegünstigung“). Ein Entzug von 2 % der Substanz (oder Anteilen) würde die Investitionskraft schwächen und Arbeitsplätze gefährden. Sie warnen vor einer „Substanzbesteuerung in Verlustjahren“: Wenn ein Unternehmen in einer Krise keinen Gewinn macht, aber dennoch 2 % Vermögensteuer zahlen muss, verschärft dies die Krise prozyklisch.25
Tabelle 2: Politische Positionen in Deutschland zu Zucmans Vorschlag (2026)
| Akteur | Position | Argumentation |
| SPD (Klüssendorf u.a.) | Befürwortend | Gerechtigkeitslücke schließen, Finanzierung des Gemeinwohls, “Starke Schultern müssen mehr tragen”.1 |
| Grüne / Zivilgesellschaft | Befürwortend | Mittel für Klimatransformation, Bekämpfung extremer Ungleichheit, Demokratieschutz.24 |
| FDP / Wirtschaftsverbände | Ablehnend | Gefahr für den Mittelstand, Substanzbesteuerung vernichtet Investitionskapital, verfassungsrechtliche Bedenken, Kapitalflucht.26 |
| Ökonomischer Mainstream (Ifo) | Kritisch | Effizienzverluste, Bewertungsbürokratie, negative Anreize für Ersparnis und Investition.25 |
5. Internationale Dimension: Die G20-Initiative
Zucmans Buch basiert auf einem Bericht, den er im Auftrag der brasilianischen G20-Präsidentschaft erstellte. Dies verleiht dem Vorschlag eine politische Realität, die rein akademischen Papieren fehlt.
- Der Präzedenzfall Pillar Two: Zucman zieht immer wieder die Parallele zur globalen Mindeststeuer für Unternehmen (15 %), auf die sich über 130 Länder geeinigt haben. Er argumentiert, dass der Schritt zur Mindeststeuer für Individuen logisch folgt, um das „Loch“ zu schließen, das entsteht, wenn Individuen Firmen nutzen, um Steuern zu sparen.6
- Widerstand: Länder wie die USA (unter republikanischem Einfluss) oder China könnten blockieren. Zucman betont jedoch, dass eine „Coalition of the Willing“ (z.B. EU plus einige G20-Staaten) ausreicht, wenn der „Tax Collector of Last Resort“-Mechanismus angewendet wird. Wenn die USA ihre Milliardäre nicht besteuern, könnte Europa Steuern auf die in Europa erzielten Gewinne oder gehaltenen Vermögenswerte dieser US-Milliardäre erheben.5
6. Umfassende Analyse der Vor- und Nachteile
Die Bewertung von Zucmans Vorschlägen hängt stark von der gewichteten Priorität zwischen Verteilungsgerechtigkeit und ökonomischer Effizienz ab.
6.1. Vorteile
- Wiederherstellung der vertikalen Steuergerechtigkeit: Das stärkste Argument ist normativ. Ein Steuersystem, in dem die reichsten Akteure prozentual weniger beitragen als die Mittelschicht, verliert seine Legitimität. Zucmans Steuer korrigiert diese Regression und stärkt das Vertrauen in den Rechtsstaat.1
- Sicherung der Demokratie: Exzessive Vermögenskonzentration ermöglicht politische Einflussnahme (Lobbyismus, Parteispenden). Eine moderate Abschöpfung an der Spitze wirkt der Oligarchisierung entgegen und schützt demokratische Institutionen.1
- Fiskalische Ergiebigkeit: In einer Zeit, in der Staaten hoch verschuldet sind und vor massiven Investitionen stehen (Klima, Demografie), erschließt die Steuer eine erhebliche Einnahmequelle (200-250 Mrd. $ global), ohne die Massenkaufkraft durch höhere Konsumsteuern zu schwächen.5
- Ökonomische Effizienz: Theoretisch ist eine Steuer auf (unbewegliches) Kapital oder Renten (Zufallsgewinne, Monopolrenten) effizienter als Steuern auf Arbeit. Viele Milliardärsvermögen resultieren aus Netzwerkeffekten (Tech-Monopole) und nicht rein aus individueller Mehrleistung. Eine Besteuerung dieser Renten hat geringere negative Auswirkungen auf Leistungsanreize.27
- Transparenz: Die Einführung der Steuer würde den Aufbau eines globalen Vermögensregisters (“Global Asset Registry”) erfordern. Dies hätte massive positive Nebeneffekte bei der Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorfinanzierung und Sanktionsumgehung (z.B. russische Oligarchen).8
6.2. Nachteile und Risiken
- Verwaltungsaufwand und Bürokratie: Die Bewertung illiquider Vermögenswerte ist komplex und teuer. Kritiker fürchten, dass die administrativen Kosten (für Staat und Steuerzahler) einen signifikanten Teil der Einnahmen verschlingen könnten, ähnlich wie bei früheren Vermögenssteuern.17
- Investitionshemmnisse und Substanzverzehr: Für Unternehmen, die keine hohen Renditen erzielen (z.B. kapitalintensive Industrie in Krisenzeiten), wirkt die Steuer wie eine Substanzbesteuerung. Dies kann Investitionen hemmen und im Extremfall zur Insolvenz führen, wenn die Liquiditätshilfen („Payment in Kind“) nicht reibungslos funktionieren.26
- Kapitalflucht und Brain Drain: Trotz Exit-Taxes besteht das Risiko, dass Hochvermögende und innovative Gründer Länder meiden, die diese Steuer einführen. Dies könnte langfristig zu einem Verlust an Innovationskraft und wirtschaftlicher Dynamik führen, wenn Start-ups bevorzugt in Singapur oder den USA (falls diese nicht teilnehmen) gegründet werden.28
- Gefahr des Staatskapitalismus: Der „Payment in Kind“-Vorschlag macht den Staat zum Anteilseigner an privaten Unternehmen. Kritiker sehen hier die Gefahr einer schleichenden Sozialisierung. Wenn der Staat signifikante Anteile hält, könnten politische Interessen die Unternehmensführung beeinflussen (z.B. Druck auf Standortentscheidungen), was die Markteffizienz stört.17
- Verfassungsrechtliche Unsicherheit: In Deutschland ist unklar, ob das Bundesverfassungsgericht die Umdeutung in eine „vermutete Einkommensteuer“ akzeptieren würde. Ein Scheitern vor Gericht nach Jahren der Einführung wäre ein politisches Desaster und würde zu massiven Rückzahlungen führen.24
7. Fazit: Ein Paradigmenwechsel mit politischer Sprengkraft
Gabriel Zucmans „Reichensteuer. Aber richtig!“ (2026) markiert einen Wendepunkt in der steuerpolitischen Debatte. Es transformiert die diffuse Forderung nach „Tax the Rich“ in ein technokratisch detailliertes Policy-Paper.
Die Stärke des Buches liegt darin, dass es die klassischen Gegenargumente (Bewertung, Liquidität, Flucht) nicht ignoriert, sondern durch innovative Mechanismen (Top-Up, Payment-in-Kind, Exit Tax) zu entschärfen versucht. Es ist der Versuch, die Besteuerung an die Realität des globalisierten Finanzkapitalismus des 21. Jahrhunderts anzupassen, in dem Vermögen und Einkommen entkoppelt sind.
Die Schwäche bleibt die immense politische Hürde der internationalen Koordination und die berechtigte Sorge vor bürokratischen Exzessen und staatlichem Einfluss auf die Unternehmensführung. Für Deutschland bietet der Vorschlag eine verlockende Lösung für Budgetprobleme (17 Mrd. €), birgt aber das Risiko eines Konflikts mit dem für die deutsche Wirtschaft zentralen Mittelstand.
Ob diese Ideen Realität werden, entscheidet sich nicht in den Hörsälen von Berkeley, sondern in den Verhandlungsräumen der G20 und den Koalitionsverhandlungen in Berlin. Zucman hat die Waffen geliefert; der politische Wille wird entscheiden, ob sie eingesetzt werden.
Literatur- und Quellenverzeichnis (Referenziert im Text)
Die Analyse stützt sich auf folgende Quellen aus dem bereitgestellten Recherchematerial:
- 1: Informationen zur Buchvorstellung, Podiumsdiskussion der FES und Zucmans Kernaussagen (Jan 2026).
- 2: Bibliographische Details zum Buch (Suhrkamp/Seuil).
- 5: Der G20-Bericht, technische Details zur 2%-Steuer, Revenue Estimates.
- 7: Details zu Milliardärssteuerlasten und Anzahl der Betroffenen.
- 14: Diskussion um Liquidität, “Payment in Kind”, Mistral AI Beispiel.
- 15: Schätzung 17 Milliarden Euro für Deutschland.
- 25: Kritische Stimmen (Ifo, Familienunternehmen, Fuest, Homburg).
- 5: Verfassungsrechtliche Diskussion Deutschland, Presumptive Income Tax.
- 3: Hintergrundwerke Zucmans (“Hidden Wealth”, “Triumph of Injustice”).
Referenzen
- “It’s Time To Tax Billionaires!” – Veranstaltungsdetails, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.fes.de/en/news/its-time-to-tax-billionaires-panel-discussion-with-book-presentation-with-gabriel-zucman
- Reichensteuer. Buch von Gabriel Zucman (Suhrkamp Verlag), Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.suhrkamp.de/buch/gabriel-zucman-reichensteuer-t-9783518001387
- Gabriel Zucman, Zugriff am Januar 12, 2026, https://gabriel-zucman.eu/
- Buchvorstellung und Podiumsdiskussion mit Gabriel Zucman: Reichensteuer. Aber richtig! – Anmeldung – Friedrich-Ebert-Stiftung, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.fes.de/en/events/detail/287478/anmelden
- A Blueprint for a Coordinated Minimum Effective Taxation Standard for Ultra-High-Net-Worth Individuals – Gabriel Zucman, Zugriff am Januar 12, 2026, https://gabriel-zucman.eu/files/report-g20.pdf
- Top economist pitches global billionaire tax to G20 finance leaders – ICIJ, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.icij.org/investigations/pandora-papers/top-economist-pitches-global-billionaire-tax-to-g20-finance-leaders/
- Berkeley Talks: Economist Gabriel Zucman on the benefits of a (modest) billionaire tax, Zugriff am Januar 12, 2026, https://news.berkeley.edu/2025/07/25/berkeley-talks-gabriel-zucman-billionaire-tax/
- Bodan AG Bücher Shop. Zucman Gabriel: The Hidden Wealth of Nations, Zugriff am Januar 12, 2026, https://buchshop.bodan-ag.ch/Bzbuch/978-0-226-42264-0
- Emmanuel Saez and Gabriel Zucman’s New Book Reminds Us that Tax Injustice Is a Choice, Zugriff am Januar 12, 2026, https://itep.org/emmanuel-saez-and-gabriel-zucmans-new-book-reminds-us-that-tax-injustice-is-a-choice/
- Thomas Piketty – Universität Würzburg, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.uni-wuerzburg.de/fileadmin/12010109/Bucher_Infotexte/PikettyUndDieVerteilungsfrage_A4-Web.pdf
- How to tax the ultra-rich: G20 proposal vs. the tools at hand – ICTD, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.ictd.ac/news/how-to-tax-the-ultra-rich-g20-proposal-vs-the-tools-at-hand/
- ARTICLE – Revenue Effects of the Global Minimum Tax Under Pillar Two – Gabriel Zucman, Zugriff am Januar 12, 2026, https://gabriel-zucman.eu/files/BCNZ2022.pdf
- Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.fes.de/en/news/its-time-to-tax-billionaires-panel-discussion-with-book-presentation-with-gabriel-zucman#:~:text=In%20his%20new%20book%2C%20%E2%80%9CReichensteuer,billionaires%20would%20actually%20be%20included.
- Gabriel Zucman – Billionaires don’t pay income tax, and we’re going to end that. – YouTube, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.youtube.com/watch?v=DyJ7kVN5Kkk
- Gabriel Zucman: „Reichensteuer. Aber richtig!“, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.deutschlandfunkkultur.de/gabriel-zucman-reichensteuer-aber-richtig-rezension-100.html
- New Developments in the Taxation of Financial Income and Wealthy Individuals OKA Naoki, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.mof.go.jp/english/pri/publication/pp_review/ppr21_2_04.pdf
- Designing Net Wealth Taxes – Challenges in Valuating Shares in Unlisted Companies, Zugriff am Januar 12, 2026, https://oxfordtax.sbs.ox.ac.uk/sitefiles/wp25.06-peter-koerver-schmidt.pdf
- A blueprint for a coordinated minimum effective taxation standard for ultra-high-net-worth individuals – Gabriel Zucman, Zugriff am Januar 12, 2026, https://gabriel-zucman.eu/files/report-g20-slides.pdf
- W ealth Tax on Corporations – University of California, Berkeley, Zugriff am Januar 12, 2026, https://eml.berkeley.edu/~saez/SaezZucman2022EP.pdf
- « Les ultras-riches ne paient pas d’impôts » : Gabriel Zucman dans Quotidien. – YouTube, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.youtube.com/watch?v=qQPPsIsy8Sg
- Taxe Zucman – Wikipédia, Zugriff am Januar 12, 2026, https://fr.wikipedia.org/wiki/Taxe_Zucman
- A blueprint for a coordinated minimum effective taxation standard for ultra-high-net-worth individuals – EU Tax Observatory, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.taxobservatory.eu/publication/a-blueprint-for-a-coordinated-minimum-effective-taxation-standard-for-ultra-high-net-worth-individuals/
- Buchvorstellung und Podiumsdiskussion mit Gabriel Zucman: Reichensteuer. Aber richtig!, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.fes.de/themen/weltwirtschaft-und-unternehmensverantwortung/reichensteuer-aber-richtig-buchvorstellung-mit-gabriel-zucman
- Vermögensteuer: Verfassungsrechtlich unproblematisch – Netzwerk Steuergerechtigkeit, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de/vermoegensteuer-verfassungsrechtlich-unproblematisch/
- Streitfall Vermögenssteuer – Defizite in der Medienberichterstattung – Otto Brenner Stiftung, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.otto-brenner-stiftung.de/fileadmin/user_data/stiftung/02_Wissenschaftsportal/03_Publikationen/AP43_Vermoegenssteuer_Korrektur.pdf
- Steuern – News & Aktuelle Meldungen bei Kettner Edelmetalle, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.kettner-edelmetalle.de/news/c/steuern/seite/136
- La taxe Zucman : une taxe politique… et anti- économique – Cairn, Zugriff am Januar 12, 2026, https://shs.cairn.info/article/COMM_192_0006/pdf?lang=fr
- Taxing billionaires: wealth dynamics and revenues from a global minimum tax, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.realinstitutoelcano.org/en/analyses/taxing-billionaires-wealth-dynamics-and-revenues-from-a-global-minimum-tax/
- Buchvorstellung und Podiumsdiskussion mit Gabriel Zucman: Reichensteuer. Aber richtig!, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.fes.de/themen/weltwirtschaft-und-unternehmensverantwortung/reichensteuer-aber-richtig-buchvorstellung-und-podiumsdiskussion-mit-gabriel-zucman
- Les milliardaires ne paient pas d’impôt sur le revenu et nous allons y mettre fin : Gabriel Zucman- Livre Sociologie | Cultura, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.cultura.com/p-les-milliardaires-ne-paient-pas-d-impot-sur-le-revenu-et-nous-allons-y-mettre-fin-gabriel-zucman-9782021538601.html
- Les Milliardaires ne paient pas d’impôt sur le revenu et nous allons y mettre fin Gabriel Zucman – Editions Seuil, Zugriff am Januar 12, 2026, https://www.seuil.com/ouvrage/les-milliardaires-ne-paient-pas-d-impot-sur-le-revenu-et-nous-allons-y-mettre-fin-gabriel-zucman/9782021538601
- Capital Gains Withholding – University of California, Berkeley, Zugriff am Januar 12, 2026, https://eml.berkeley.edu/~yagan/CapitalGainsWithholding.pdf
- W ealth Tax on Corporations – Gabriel Zucman, Zugriff am Januar 12, 2026, https://gabriel-zucman.eu/files/SaezZucman2022EP.pdf
- Stefan Homburg – Wikipedia, Zugriff am Januar 12, 2026, https://en.wikipedia.org/wiki/Stefan_Homburg
- Masterarbeit – Hochschule Campus Wien – FH Campus Wien, Zugriff am Januar 12, 2026, https://pub.hcw.ac.at/obvfcwhsacc/download/pdf/12058405
- The Hidden Wealth of Nations – Wikipedia, Zugriff am Januar 12, 2026, https://en.wikipedia.org/wiki/The_Hidden_Wealth_of_Nations
KI-gestützt. Menschlich veredelt.
Martin Käßler ist ein erfahrener Tech-Experte im Bereich AI, Technologie, Energie & Space mit über 15 Jahren Branchenerfahrung. Seine Artikel verbinden fundiertes Fachwissen mit modernster KI-gestützter Recherche- und Produktion. Jeder Beitrag wird von ihm persönlich kuratiert, faktengeprüft und redaktionell verfeinert, um höchste inhaltliche Qualität und maximalen Mehrwert zu garantieren.
Auch bei sorgfältigster Prüfung sehen vier Augen mehr als zwei. Wenn Ihnen ein Patzer aufgefallen ist, der uns entgangen ist, lassen Sie es uns bitte wissen: Unser Postfach ist martinkaessler, gefolgt von einem @ und dem Namen einer bekannten Suchmaschine (also googlemail) mit der Endung .com. Oder besuchen Sie Ihn gerne einfach & direkt auf LinkedIn.




