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Martin Käßler
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OpenAI Prism: Was bringt das KI-Werkzeug für wissenschaftliche Arbeit?

OpenAI Prism: Was bringt das KI-Werkzeug für wissenschaftliche Arbeit?

OpenAI Prism: Die Transformation der wissenschaftlichen Wissensproduktion?

Die Landschaft der wissenschaftlichen Forschung steht an der Schwelle zu einer fundamentalen Transformation, die durch die Einführung von OpenAI Prism am 27. Januar 2026 eingeleitet wurde.1 Bei Prism handelt es sich nicht um eine iterative Verbesserung bestehender Chatbot-Technologien, sondern um eine KI-native Arbeitsumgebung, die speziell darauf ausgelegt ist, die tief verwurzelte Fragmentierung innerhalb wissenschaftlicher Arbeitsabläufe aufzuheben.3 Über Jahrzehnte hinweg war die Erstellung wissenschaftlicher Primärliteratur durch einen mühsamen Wechsel zwischen isolierten Werkzeugen geprägt: Texteditoren für das Manuskript, Referenzmanager für Zitationen, spezialisierte Software für mathematische Gleichungen und separate KI-Schnittstellen für die sprachliche Überarbeitung.5 Prism aggregiert diese Funktionen in einem einheitlichen, Cloud-basierten Workspace, der nativ auf dem Schriftsatzsystem LaTeX basiert und das neueste Reasoning-Modell GPT-5.2 direkt in den Schreibprozess integriert.1

Inhalt

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  • OpenAI Prism: Die Transformation der wissenschaftlichen Wissensproduktion?
  • Der wissenschaftliche Kontext: Überwindung der strukturellen Fragmentierung
    • Die Rolle von GPT-5.2 in der wissenschaftlichen Beweisführung
  • Kostenstruktur und Zugänglichkeit
  • Die Vereinfachung der LaTeX-basierten PDF-Erstellung
    • KI-gestützte Fehlerdiagnose und automatisierte Korrektur
    • Von der Skizze zum publikationsreifen Diagramm
  • 10 konkrete und praktische Use-Cases für OpenAI Prism
  • Technischer Vergleich: Prism im Ökosystem wissenschaftlicher Werkzeuge
  • Ursprung und Entwicklung: Von Crixet zu Prism
  • Herausforderungen, Kritik und ethische Überlegungen
    • Epistemische Abhängigkeit: Die “Black-Box”-Forschung
    • Der “Cloud-Cage”: Infrastruktureller Lock-in
    • Ethische und Geopolitische Souveränität
    • Zusammenfassung der Risiken
  • Ausblick: Die Zukunft der wissenschaftlichen Kollaboration
      • Referenzen
          • KI-gestützt. Menschlich veredelt.

Der wissenschaftliche Kontext: Überwindung der strukturellen Fragmentierung

In der traditionellen Forschungspraxis stellt der Übergang von der Hypothesenbildung zur formalen Publikation eine signifikante Hürde dar. Forscher verbringen einen überproportionalen Teil ihrer Zeit mit administrativen und formatierungstechnischen Aufgaben, die oft als „Grunt Work“ bezeichnet werden.1 Die Relevanz von Prism im wissenschaftlichen Kontext ergibt sich primär aus der Fähigkeit des Systems, den gesamten Kontext eines Forschungsprojekts zu erfassen.4 Während herkömmliche Sprachmodelle lediglich auf den unmittelbar bereitgestellten Text reagieren, verfügt Prism über eine „Deep Context Awareness“.1 Das integrierte GPT-5.2-Modell versteht die gesamte Struktur eines Manuskripts, einschließlich der Beziehungen zwischen Gleichungen, Abbildungen und der Zitationshistorie.1

Diese Kontextsensitivität ermöglicht es der KI, komplexe wissenschaftliche Fragestellungen innerhalb des Dokuments zu bewerten. Ein Forscher kann das System beispielsweise fragen, ob die in der Diskussion gezogenen Schlussfolgerungen konsistent mit den in einer spezifischen Tabelle präsentierten Daten sind.1 Diese Form der internen Konsistenzprüfung ist ein kritischer Aspekt der wissenschaftlichen Qualitätssicherung, der bisher rein menschlicher Expertise vorbehalten war.9 Darüber hinaus integriert Prism den direkten Zugriff auf akademische Datenbanken wie arXiv, was es ermöglicht, relevante Literatur zu identifizieren, zusammenzufassen und nahtlos in das Literaturverzeichnis zu überführen, ohne den Workspace zu verlassen.1

Die Rolle von GPT-5.2 in der wissenschaftlichen Beweisführung

Das technologische Fundament von Prism bildet GPT-5.2, insbesondere dessen „Thinking“-Variante, die für mathematisches und wissenschaftliches Reasoning optimiert wurde.5 Die Leistungsfähigkeit dieses Modells wurde bereits im Dezember 2025 demonstriert, als es in der Lage war, neue Beweise für ein zentrales Axiom der statistischen Theorie zu etablieren – ein Prozess, bei dem menschliche Forscher lediglich die Rolle der Verifizierung und des Promptings übernahmen.8 Prism macht diese Fähigkeiten nun für die breite wissenschaftliche Gemeinschaft zugänglich. Das Modell fungiert als „Research Partner“, der in der Lage ist, verborgene konzeptionelle Verbindungen in der Literatur aufzudecken, die für menschliche Forscher aufgrund der schieren Menge an Publikationen oft unsichtbar bleiben.13

Kostenstruktur und Zugänglichkeit

Ein zentraler Aspekt der Marktstrategie von OpenAI ist die Demokratisierung hochspezialisierter Forschungswerkzeuge. Prism ist für alle Nutzer, die über ein persönliches ChatGPT-Konto verfügen, kostenlos zugänglich.1 Diese Entscheidung zielt darauf ab, die Barrieren für Forscher in allen Karrierestufen und an Institutionen mit unterschiedlicher Finanzausstattung zu senken.1

Feature-KategorieDetails der BereitstellungKostenstatus
Workspace-ZugangCloud-basierter LaTeX-EditorGratis für ChatGPT-Nutzer 1
KollaborationUnbegrenzte Co-Autoren und ProjekteKostenlos ohne Sitzplatzbeschränkung 1
KI-ModellGPT-5.2 (inklusiv “Thinking”-Modell)Integriert in die Basisversion 3
Institutionelle PläneBusiness, Enterprise und EducationIn Vorbereitung (kostenpflichtig) 1
KompilierungUnbegrenzte Compile-Zeit und GeschwindigkeitInbegriffen 15

Obwohl die Kernplattform kostenlos bleibt, hat OpenAI angedeutet, dass in Zukunft erweiterte Funktionen über kostenpflichtige Abonnements verfügbar gemacht werden könnten.1 Dennoch stellt das aktuelle Angebot eine signifikante Herausforderung für etablierte Anbieter wie Overleaf dar, da Prism nicht nur die LaTeX-Kompilierung, sondern auch die integrierte KI-Intelligenz ohne zusätzliche Gebühren anbietet.15

Die Vereinfachung der LaTeX-basierten PDF-Erstellung

LaTeX gilt in Disziplinen wie Physik, Mathematik und Informatik als der Goldstandard für das Dokumentendesign, ist jedoch für seine steile Lernkurve und die Komplexität bei der Fehlerbehebung bekannt.3 Prism adressiert diese Problematik, indem es die technische Komplexität von LaTeX hinter einer intuitiven, KI-gestützten Schnittstelle verbirgt.1

KI-gestützte Fehlerdiagnose und automatisierte Korrektur

Eines der größten Hindernisse bei der Arbeit mit LaTeX sind Kompilierungsfehler, die oft durch triviale Syntaxfehler oder fehlende Pakete verursacht werden. Prism verfügt über eine integrierte Intelligenz, die Fehler in Echtzeit diagnostiziert.18 Wenn ein Dokument nicht kompiliert werden kann, analysiert das System die Log-Dateien, identifiziert die Fehlerursache und schlägt gezielte Korrekturen vor, die direkt im Editor angewendet werden können.18 Dies eliminiert die Notwendigkeit, kryptische Fehlermeldungen manuell in Foren zu recherchieren.

Darüber hinaus automatisiert Prism die Erstellung komplexer LaTeX-Elemente. Anstatt Tabellen oder mathematische Umgebungen manuell zu kodieren, können Forscher natürliche Sprache verwenden, um diese Strukturen generieren zu lassen.18 Beispielsweise führt die Anweisung „Erstelle eine 4×4-Tabelle für die folgenden Daten“ zur sofortigen Erstellung des korrekten LaTeX-Codes, den der Nutzer dann lediglich bestätigen muss.18

Von der Skizze zum publikationsreifen Diagramm

Ein besonderes Highlight ist die „Image-to-Code“-Funktionalität. Forscher können Fotos von handgezeichneten Diagrammen oder Gleichungen auf einem Whiteboard hochladen.1 Prism nutzt die visuellen Fähigkeiten von GPT-5.2, um diese Skizzen in professionellen LaTeX-Code oder TikZ-Grafiken umzuwandeln.1 Dieser Prozess reduziert die Zeit, die für die Erstellung von Abbildungen benötigt wird, von Stunden auf Sekunden und stellt sicher, dass die visuellen Elemente nahtlos in das Gesamtdokument integriert sind.1

10 konkrete und praktische Use-Cases für OpenAI Prism

Die Vielseitigkeit von Prism zeigt sich in der Anwendung über verschiedene wissenschaftliche und akademische Szenarien hinweg. Die folgenden Anwendungsbeispiele illustrieren, wie die Plattform den Alltag von Forschern und Dozenten verändert:

  1. Automatisierte Literatur-Synthese für Review-Artikel: Forscher können Prism anweisen, eine Reihe von arXiv-Veröffentlichungen zu einem spezifischen Thema zu analysieren. Die KI extrahiert die Kernargumente, identifiziert methodische Gemeinsamkeiten und erstellt einen ersten Entwurf für einen Literaturbericht, komplett mit korrekt formatierten Zitationen.1
  2. Konvertierung von Whiteboard-Notizen in Vorlesungsskripte: Dozenten können nach einer Brainstorming-Sitzung die Tafel fotografieren. Prism wandelt die ungeordneten Notizen und Skizzen in ein strukturiertes LaTeX-Dokument um, das als Handout für Studenten dienen kann.1
  3. Echtzeit-Validierung mathematischer Herleitungen: Während der Erstellung eines Beweises kann der Nutzer GPT-5.2 bitten, die logischen Schritte zu überprüfen. Die KI erkennt Fehler in der Notation oder logische Lücken und schlägt mathematisch korrekte Alternativen vor.1
  4. Journal-spezifische Formatadaptation: Wenn ein Manuskript für ein anderes Journal umformatiert werden muss, kann Prism den Textfluss, den Zitierstil und die Struktur automatisch an die Richtlinien des neuen Ziel-Journals anpassen, ohne dass der Autor manuell eingreifen muss.11
  5. Generierung von Prüfungsfragen und Lehrmaterialien: Auf Basis eines hochgeladenen Forschungspapiers oder Vorlesungsskripts kann Prism Multiple-Choice-Fragen, Übungsaufgaben und klinische Szenarien erstellen, die auf unterschiedliche Lernniveaus (z. B. Bachelor vs. Master) zugeschnitten sind.11
  6. Sprachliche Polierung für internationale Publikationen: Forscher, die keine englischen Muttersprachler sind, können ihre Entwürfe durch Prism optimieren lassen. Das Tool verbessert die akademische Ausdrucksweise und Klarheit, während die wissenschaftliche Präzision gewahrt bleibt.11
  7. Zusammenfassung und Abgleich von Peer-Review-Kommentaren: Nach Erhalt von Gutachterkommentaren kann Prism diese systematisieren, einen Antwortentwurf formulieren und die notwendigen Änderungen im Manuskript markieren.11
  8. Konsistenzprüfung über große Dokumente hinweg: Bei Dissertationen oder umfangreichen Reports prüft Prism, ob Abkürzungen, Definitionen und mathematische Symbole über hunderte von Seiten hinweg einheitlich verwendet werden.9
  9. Interaktive Hypothesen-Exploration: Forscher können mit dem GPT-5.2-Modell über potenzielle experimentelle Designs diskutieren. Die KI nutzt den Kontext des bestehenden Manuskripts, um Stärken und Schwächen neuer Ansätze zu analysieren.5
  10. Barrierefreie Dokumentenerstellung via Voice-Control: Durch die Unterstützung von Sprachbefehlen können Forscher während experimenteller Arbeiten im Labor Änderungen am Protokoll diktieren oder Notizen direkt in das LaTeX-Dokument einfügen.5

Technischer Vergleich: Prism im Ökosystem wissenschaftlicher Werkzeuge

Die Positionierung von Prism lässt sich am besten durch einen Vergleich mit etablierten Plattformen wie Overleaf oder spezialisierten Forschungsagenten wie K-Dense Web verstehen. Während Overleaf primär als kollaborativer Editor fungiert, bietet Prism eine tiefere Integration von Intelligenz direkt in den Schreibfluss.15

MerkmalOpenAI PrismOverleafK-Dense Web
KI-IntegrationNativ (GPT-5.2) 1Begrenzt (Plugins)Vollständig (Agentisch) 22
PrimärfokusSchreiben & Reasoning 12Editieren & KollaborationDatenanalyse & Forschung 22
KostenKostenlos (Basis) 1Freemium-ModellKostenpflichtig / Spezialisiert
LaTeX-UnterstützungNativ (Crixet-Basis) 3Exzellent (Branchenstandard)Begrenzt (Output-orientiert)
KontextfensterVollständiges Projekt 1DateibasiertAufgabenspezifisch

Der Vergleich verdeutlicht, dass Prism die Lücke zwischen reinen Schreibwerkzeugen und autonomen Forschungsagenten schließt. Es übernimmt nicht die Durchführung der Forschung (wie etwa die statistische Analyse von Rohdaten), aber es optimiert den gesamten Prozess der Artikulation und Dokumentation dieser Forschung.22

Ursprung und Entwicklung: Von Crixet zu Prism

Die Entstehung von Prism ist eng mit der strategischen Akquisition von Crixet durch OpenAI verknüpft.1 Crixet war bereits als innovative Cloud-LaTeX-Plattform bekannt, die versuchte, die Benutzerfreundlichkeit von Google Docs auf das wissenschaftliche Publizieren zu übertragen.1 OpenAI hat dieses Fundament grundlegend umgestaltet, indem das ursprüngliche KI-Modell von Crixet (bekannt als Chirp) durch die weitaus leistungsfähigere GPT-5.2-Architektur ersetzt wurde.17

Diese Übernahme signalisiert einen Strategiewechsel bei OpenAI: weg von reinen Allzweck-Chatbots hin zu vertikal integrierten, fachspezifischen Werkzeugen.1 Prism ist das erste Produkt dieser neuen Ära, die OpenAI als „Year of Science“ für das Jahr 2026 proklamiert hat.1 Die Vision besteht darin, die wissenschaftliche Entdeckung zu beschleunigen, indem die mechanischen Widerstände innerhalb des Forschungsprozesses drastisch reduziert werden.1

Herausforderungen, Kritik und ethische Überlegungen

Trotz der technologischen Begeisterung stehen Forscher und Institutionen vor bedeutenden Fragen hinsichtlich Datenschutz und akademischer Integrität. Ein kritischer Aspekt ist das Datenmanagement. Da Prism auf Cloud-Infrastrukturen basiert, werden Manuskripte und die damit verbundenen Daten auf den Servern von OpenAI verarbeitet.1 Obwohl OpenAI betont, dass Daten aus API-Anfragen standardmäßig nicht für das Training von Modellen verwendet werden, ist Prism derzeit nicht Teil des „Zero Data Retention“-Programms, was bedeutet, dass Logs für einen begrenzten Zeitraum zur Systemverbesserung gespeichert werden.18

Zudem besteht die Sorge vor einer „KI-Verschmutzung“ der Wissenschaft. Wenn die Erstellung von Papern durch KI-Tools massiv beschleunigt wird, könnte dies zu einer Flut von Publikationen führen, deren Qualität und Originalität schwerer zu überprüfen sind.17 Experten mahnen daher an, dass die Verantwortung für die Verifizierung von Fakten und Zitationen weiterhin uneingeschränkt beim menschlichen Forscher liegen muss.10 Prism ist als Assistenzsystem konzipiert, nicht als Ersatz für intellektuelle Rigorosität.10

Epistemische Abhängigkeit: Die “Black-Box”-Forschung

Durch die tiefgehende Unterstützung bei der Beweisführung und Literaturrecherche droht eine schleichende De-Qualifizierung. Wenn Prism “optimale” Bibliographien vorschlägt oder logische Lücken in Herleitungen füllt, besteht die Gefahr eines Automation Bias. Forscher könnten dazu neigen, den “Think”-Prozessen des Modells blind zu vertrauen, was die kritische Eigenleistung und das methodische Verständnis erodiert. Die Wissenschaft läuft Gefahr, Ergebnisse nicht mehr herzuleiten, sondern nur noch zu kuratieren.

Der “Cloud-Cage”: Infrastruktureller Lock-in

Im Gegensatz zu lokal laufenden Lösungen (wie etwa Claude Code oder klassischen Git/LaTeX-Workflows) setzt Prism auf eine totale Cloud-Integration.

  • Daten-Exklusivität: Wer seine gesamte Forschungshistorie und Projektkontexte in der Prism-Umgebung aufbaut, zahlt mit seiner Wechselbereitschaft. Ein Export der “KI-Assistenzen” und des gelernten Projektkontexts ist oft technisch unmöglich oder mit massiven Reibungsverlusten verbunden.
  • Abhängigkeit von kommerziellen Zyklen: Wissenschaftliche Projekte laufen über Jahrzehnte. OpenAI operiert in Quartalszyklen. Eine Änderung der Preisstruktur oder API-Verfügbarkeit kann ganze Forschungszweige lahmlegen.

Ethische und Geopolitische Souveränität

Die Konzentration wissenschaftlicher Rohdaten auf den Servern eines einzigen US-Unternehmens schafft eine gefährliche Asymmetrie.

  • Geistiges Eigentum: In sensiblen Feldern wie der Quantenphysik oder Biotechnologie stellt die Verarbeitung in der Cloud ein permanentes Sicherheitsrisiko dar.
  • Westlicher Bias: Da Prism auf Modellen basiert, die primär mit westlich geprägten Datensätzen trainiert wurden, verstetigt die Plattform eine “Nord-Hemisphären-Perspektive” in der globalen Wissensproduktion.

Kritischer Punkt: Wenn das “nächste große wissenschaftliche Instrument” (wie OpenAI Prism beworben wird) eine proprietäre Software ist, gehört die Methodik nicht mehr der Gemeinschaft, sondern einem Aktionariat.

Zusammenfassung der Risiken

DimensionRisikoKonsequenz
MethodikVerlust der VerifizierbarkeitPseudowissenschaft durch Halluzinationen
ÖkonomieMonopolisierungHohe Lizenzgebühren für Universitäten
SicherheitDatenabflussVerlust von Patentvorteilen und nationaler Sicherheit

Wissenschaft braucht Reibung und Unabhängigkeit. Tools wie Prism sollten daher nie zum Standard-Betriebssystem der Erkenntnis werden, ohne dass gleichzeitig Open-Source-Alternativen und lokale Sprachmodelle gefördert werden.

Möchtest du, dass ich diese Abhängigkeiten im Vergleich zu Open-Source-Workflows (wie lokalem LaTeX + Git) detaillierter gegenüberstelle?

Ausblick: Die Zukunft der wissenschaftlichen Kollaboration

Für die nahe Zukunft plant OpenAI, Prism tiefer in institutionelle Workflows zu integrieren. Die angekündigten Pläne für Universitäten und Unternehmen werden voraussichtlich erweiterte Sicherheitsfunktionen, Single-Sign-On-Optionen und die Integration in bestehende Campus-Management-Systeme bieten.1 Ein weiterer Entwicklungsschritt wird die Integration von Git sein, um die Versionskontrolle für technisch orientierte Forschergruppen zu optimieren.18

Die langfristigen Auswirkungen von Prism könnten weit über die reine Effizienzsteigerung hinausgehen. Indem die Hürden für technisches Schreiben und komplexe mathematische Formatierung gesenkt werden, könnte Prism eine neue Generation von Wissenschaftlern befähigen, ihre Erkenntnisse in einer Form zu präsentieren, die bisher Experten mit tiefen LaTeX-Kenntnissen vorbehalten war.1 Wenn 2026 tatsächlich das Jahr wird, in dem die Wissenschaft ihren „ChatGPT-Moment“ erlebt, dann wird Prism als das zentrale Instrument in Erinnerung bleiben, das diesen Wandel ermöglicht hat.2

Die nahtlose Verschmelzung von Reasoning-Fähigkeiten und produktiver Arbeitsumgebung schafft eine Synergie, die das Potenzial hat, die Zeitspanne von der Entdeckung bis zur Veröffentlichung drastisch zu verkürzen.1 Forscher werden in die Lage versetzt, sich wieder auf die Essenz ihrer Arbeit zu konzentrieren: das Denken, das Experimentieren und das Lösen der großen Probleme der Menschheit, während die KI die Last der formalen Repräsentation trägt.1

Referenzen

  1. ChatGPT Prism: What are the new features and capabilities of OpenAI’s all-new GPT-5.2?, Zugriff am Januar 28, 2026, https://m.economictimes.com/news/new-updates/chatgpt-prism-what-are-the-new-features-and-capabilities-of-openais-all-new-gpt-5-2/articleshow/127685411.cms
  2. OpenAI Launches Free AI-Native Workspace for Science Writing and Collaboration, Zugriff am Januar 28, 2026, https://www.pymnts.com/artificial-intelligence-2/2026/openai-launches-free-ai-native-workspace-for-science-writing-and-collaboration/
  3. OpenAI launches Prism: Here’s all you need to know about the free AI workspace for scientific research, Zugriff am Januar 28, 2026, https://m.economictimes.com/tech/artificial-intelligence/openai-launches-prism-heres-all-you-need-to-know-about-the-free-ai-workspace-for-scientific-research/articleshow/127684206.cms
  4. OpenAI launches Prism, a GPT-5.2 powered AI workspace for scientific research, Zugriff am Januar 28, 2026, https://www.businesstoday.in/technology/news/story/openai-launches-prism-an-ai-writing-tool-aimed-at-speeding-up-scientific-research-513117-2026-01-28
  5. OpenAI Unveils ChatGPT Prism Powered By GPT-5.2 — Key …, Zugriff am Januar 28, 2026, https://www.ndtvprofit.com/technology/openai-unveils-chatgpt-prism-powered-by-gpt-5-2-key-features-capabilities-10898044
  6. OpenAI Launches Prism, a Free AI Workspace for Scientific Research, Zugriff am Januar 28, 2026, https://www.techloy.com/openai-launches-prism-a-free-ai-workspace-for-scientific-research/
  7. OpenAI Launches Free AI Tool ‘ChatGPT Prism’ for Research & Writing to Change Scientific Collaboration – The Sunday Guardian, Zugriff am Januar 28, 2026, https://sundayguardianlive.com/tech-news/openai-launches-free-ai-tool-chatgpt-prism-for-research-writing-to-change-scientific-collaboration-166864/
  8. OpenAI Launches Prism, AI Workspace for Scientific Research – The Tech Buzz, Zugriff am Januar 28, 2026, https://www.techbuzz.ai/articles/openai-launches-prism-ai-workspace-for-scientific-research
  9. OpenAI introduces GPT-5.2 powered Prism to simplify scientific writing and collaboration, Zugriff am Januar 28, 2026, https://www.varindia.com/news/openai-introduces-gpt-5-2-powered-prism-to-simplify-scientific-writing-and-collaboration
  10. OpenAI launches Prism, a new AI-powered workspace for scientific research – Storyboard18, Zugriff am Januar 28, 2026, https://www.storyboard18.com/digital/openai-launches-prism-a-new-ai-powered-workspace-for-scientific-research-88377.htm
  11. ‘OpenAI Prism’ (from the creators of Chat-GPT) for Medical Academics, Zugriff am Januar 28, 2026, https://vikkypaedia.substack.com/p/openai-prism-from-the-creators-of
  12. OpenAI’s Prism integrates GPT-5.2 reasoning into scientific research process | YourStory, Zugriff am Januar 28, 2026, https://yourstory.com/ai-story/openai-prism-integrates-gpt-reasoning-scientific-research-process
  13. OpenAI for Science | OpenAI, Zugriff am Januar 28, 2026, https://openai.com/science/
  14. OpenAI unveils Prism, a new AI workspace for scientists – Seeking Alpha, Zugriff am Januar 28, 2026, https://seekingalpha.com/news/4543094-openai-unveils-prism-new-ai-workspace-for-scientists
  15. OpenAI’s Early Morning Move: Free Prism Revolutionizing Scientific …, Zugriff am Januar 28, 2026, https://eu.36kr.com/en/p/3658286050190216
  16. Prism – Hacker News, Zugriff am Januar 28, 2026, https://news.ycombinator.com/item?id=46783752
  17. OpenAI unveils Prism to streamline scientific research, Zugriff am Januar 28, 2026, https://dailytimes.com.pk/1442746/openai-unveils-prism-to-streamline-scientific-research/
  18. Troubleshooting and Getting Help in Prism | OpenAI Help Center, Zugriff am Januar 28, 2026, https://help.openai.com/en/articles/20001050-troubleshooting-and-getting-help-in-prism
  19. Prism, Zugriff am Januar 28, 2026, https://crixet.com/
  20. OpenAI Launches Prism AI Workspace For Scientists – FindArticles, Zugriff am Januar 28, 2026, https://www.findarticles.com/openai-launches-prism-ai-workspace-for-scientists/
  21. OpenAI launches Prism, a free AI tool for writing and collaboration in science, Zugriff am Januar 28, 2026, https://timesofindia.indiatimes.com/technology/tech-news/openai-launches-prism-a-free-ai-tool-for-writing-and-collaboration-in-science/articleshow/127673567.cms
  22. K-Dense Web vs OpenAI Prism: Task Execution vs Writing Assistance, Zugriff am Januar 28, 2026, https://k-dense.ai/blog/k-dense-web-vs-openai-prism
  23. Meet Prism, OpenAI’s free research workspace for scientists – how to try it | ZDNET, Zugriff am Januar 28, 2026, https://www.zdnet.com/article/openai-prism-free-science/
  24. OpenAI launches Prism, free AI workspace for scientific research By Investing.com, Zugriff am Januar 28, 2026, https://za.investing.com/news/company-news/openai-launches-prism-free-ai-workspace-for-scientific-research-93CH-4080790
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Martin Käßler ist ein erfahrener Tech-Experte im Bereich AI, Technologie, Energie & Space mit über 15 Jahren Branchenerfahrung. Seine Artikel verbinden fundiertes Fachwissen mit modernster KI-gestützter Recherche- und Produktion. Jeder Beitrag wird von ihm persönlich kuratiert, faktengeprüft und redaktionell verfeinert, um höchste inhaltliche Qualität und maximalen Mehrwert zu garantieren.

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