
Heraeus Gruppe: Eine multidimensionale Analyse der Transformation vom Apotheker-Ursprung zum globalen Technologiepionier
Die Entwicklung des Heraeus-Konzerns über mehr als 360 Jahre hinweg stellt eine der bemerkenswertesten industriellen Kontinuitäten in der europäischen Wirtschaftsgeschichte dar. Was im 17. Jahrhundert als lokale Apotheke in der hessischen Provinz begann, hat sich zu einem hochdiversifizierten Technologiekonzern entwickelt, der heute in kritischen Bereichen der globalen Infrastruktur – von der Halbleiterfertigung über die Medizintechnik bis hin zur Edelmetallaufbereitung – eine marktprägende Rolle einnimmt.1 Der Konzern, der sich bis heute zu 100 Prozent im Besitz der Gründerfamilie befindet, repräsentiert das Modell des “Hidden Champion” in einer Größenordnung, die mit einem Gesamtumsatz von 29,4 Milliarden Euro im Jahr 2024 weit über die typischen Definitionen mittelständischer Unternehmen hinausgeht.3 Die strategische Ausrichtung von Heraeus ist geprägt von einer tiefen materiellen Expertise, die es dem Unternehmen ermöglichte, technologische Paradigmenwechsel nicht nur zu überstehen, sondern diese aktiv mitzugestalten. In einer Zeit, in der geopolitische Instabilitäten und die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft die globalen Märkte neu ordnen, agiert Heraeus als systemrelevanter Zulieferer für Schlüsselindustrien wie die Automobilbranche, die Telekommunikation und die erneuerbaren Energien.5
Historische Fundamente: Von der Einhorn-Apotheke zur industriellen Innovation
Die Geschichte von Heraeus ist untrennbar mit der Stadt Hanau und der dortigen Handwerkstradition verbunden. Der Ursprung des Familienunternehmens reicht bis in das Jahr 1660 zurück, als Isaac Heraeus (1636–1676) die Faucque-Apotheke in Hanau-Neustadt übernahm.1 Acht Jahre später, 1668, eröffnete er am Marktplatz seine eigene Apotheke unter dem Namen „Zum weißen Einhorn“, die als Einhorn-Apotheke zur Keimzelle einer der ältesten Apotheker- und Unternehmer-Dynastien Deutschlands wurde.4 Über sechs Generationen hinweg wurde diese Apotheke als gräfliche Hofapotheke geführt, wobei die Familie bereits frühzeitig über das rein pharmazeutische Geschäft hinausblickte.7
Ein entscheidendes Zeugnis für die frühe Affinität der Familie zu Edelmetallen findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1694. Franz Heraeus, der älteste Sohn des Firmengründers, lieferte Feingold zur Vergoldung von Buchstaben und architektonischen Details an die französische Kirche in Hanau.1 Dieser Kontakt mit Gold und anderen Edelmetallen war kein Zufall: Hanau entwickelte sich im 18. und 19. Jahrhundert zu einem Zentrum der Goldschmiedekunst, was die Nachfrage nach reinen Metallen und speziellen Legierungen stetig steigerte.4
Wilhelm Carl Heraeus und die Geburt der Platinschmelze
Der eigentliche Übergang von der Handwerkstradition zur großindustriellen Fertigung vollzog sich im Jahr 1851, als Wilhelm Carl Heraeus (1827–1904) die Apotheke von seinem Vater übernahm.7 Zu diesem Zeitpunkt stand die Hanauer Schmuckindustrie vor einem massiven Problem: Platin war zwar aufgrund seiner Beständigkeit und seines Glanzes hochbegehrt, jedoch extrem schwierig zu verarbeiten. Sein Schmelzpunkt liegt bei , eine Temperatur, die mit den damaligen Holzkohleöfen nicht erreicht werden konnte.4 Platin konnte lediglich im weißglühenden Zustand mühsam geschmiedet und gepresst werden, was die industrielle Nutzung stark einschränkte.
Wilhelm Carl Heraeus, der sowohl Apotheker als auch Chemiker war, widmete sich diesem Problem mit wissenschaftlicher Akribie. Nach langjährigen Versuchen gelang ihm 1856 der entscheidende Durchbruch: Er entwickelte ein Knallgasgebläse, das ein Gemisch aus Wasserstoff und Sauerstoff nutzte, um die notwendige Hitze zum Schmelzen des Metalls zu erzeugen.7 Zum ersten Mal war es möglich, größere Mengen Platin – zunächst zwei Kilogramm – in einem kontrollierten Prozess zu verflüssigen.7 Dieser Meilenstein führte zur Gründung der „Ersten Deutschen Platinschmelze W. C. Heraeus“, die rasch Kunden in aller Welt gewann, darunter Zahnfabriken, chemische Laboratorien und Schmuckhersteller.1 Die Produktionszahlen illustrieren den rasanten Aufstieg: Wurden 1857 nur 30 Kilogramm reines Platin produziert, stieg der Absatz bis 1888 auf über 900 Kilogramm pro Jahr.1
| Ära | Fokus / Meilenstein | Technologische Bedeutung |
| 1660 – 1851 | Einhorn-Apotheke | Pharmazeutische Basis, Anfänge der Goldlieferung |
| 1851 – 1888 | Platinschmelze | Einführung von Knallgas zum Schmelzen von Platin |
| 1889 – 1920 | Richard Küch & Quarzglas | Erfindung des Quarzglases und der UV-Lampe |
| 1920 – 1945 | Vakuumschmelze | Entwicklung neuer Legierungen für die Industrie |
| 1945 – heute | Internationalisierung | Globale Expansion, Halbleiter und Medizintechnik |
Die Ära Richard Küch: Forschung als strategischer Pfeiler
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erkannte die Unternehmensführung, dass nachhaltiges Wachstum nur durch die systematische Integration wissenschaftlicher Forschung möglich war. 1889 trat der Physiker und Chemiker Richard Küch in das Unternehmen ein und prägte eine Ära bahnbrechender Erfindungen.1 Küch gelang es 1899, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem Bergkristall bei Temperaturen über zu einem hochreinen, blasenfreien Quarzglas geschmolzen werden konnte.4 Dieses Material zeichnete sich durch eine extreme Beständigkeit gegen thermische Schocks und chemische Einflüsse aus. Es bildet bis heute die Grundlage für die moderne Halbleiterfertigung und die Glasfasertechnologie.4
Parallel dazu entwickelte Küch die erste Hochdruck-Quecksilberdampflampe, die als „Künstliche Höhensonne“ bekannt wurde und den Grundstein für die Medizintechnik-Sparte des Konzerns legte.4 Die Professionalisierung schritt auch in der Unternehmensstruktur voran: 1909 wurde Heraeus in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) umgewandelt, wobei Richard Küch neben Mitgliedern der Familie Heraeus als Geschäftsführer fungierte.1 In dieser Zeit expandierte Heraeus auch international und gründete beispielsweise 1902 die Engelhard Corporation in den USA zur Raffination von Platin.1
Das 20. Jahrhundert: Krisen, Wiederaufbau und globale Expansion
Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war für Heraeus, wie für die gesamte deutsche Industrie, von extremen Volatilitäten geprägt. Während des Ersten Weltkriegs und der darauffolgenden Wirtschaftskrisen konzentrierte sich das Unternehmen auf die Entwicklung von Ersatzstoffen für teure Edelmetalle und optimierte Recyclingtechniken.1 1927 übernahmen mit Wilhelm Heinrich Heraeus und Reinhard Heraeus Vertreter der dritten Generation die Führung, die das Unternehmen für fast vier Jahrzehnte leiten sollten.1 Unter ihrer Ägide wurde die Forschung im Bereich der Vakuumschmelze intensiviert, was die Herstellung völlig neuer Legierungen für die aufkommende Elektro- und Kommunikationstechnik ermöglichte.8
Der Zweite Weltkrieg stellte einen tiefen Einschnitt dar. Die Betriebsanlagen in Hanau wurden bei Luftangriffen in den Jahren 1944 und 1945 fast vollständig zerstört.1 Der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit erforderte nicht nur materielles Kapital, sondern auch eine strategische Neuausrichtung. Heraeus nutzte seine technologische Kompetenz, um in neue Märkte wie die Herstellung von Platin-Thermometern und speziellen Sensoren für die Industrie einzusteigen.1 In dieser Phase begann auch die konsequente Internationalisierung. Erstmals im Jahr 1979 überstieg der Auslandsumsatz den Inlandsumsatz, was die Transformation zum globalen Akteur markierte.1
Ein symbolträchtiger Moment der Firmengeschichte war die Beteiligung an der Apollo-11-Mission im Jahr 1969. Heraeus lieferte das weltraumstabile Quarzglas für den Laserreflektor, den die Astronauten auf der Mondoberfläche zurückließen, um die Entfernung zwischen Erde und Mond präzise zu messen – ein Instrument, das bis heute funktionsfähig ist.1
Die Formation der Holding und Professionalisierung des Managements
Im Jahr 1983 wurde unter der Leitung von Jürgen Heraeus die heutige Konzernstruktur geschaffen: Die Heraeus Holding GmbH wurde als Management-Holding etabliert, unter deren Dach die operativen Geschäfte in eigenständigen Gesellschaften geführt werden.1 Dieser Schritt war notwendig, um der zunehmenden Diversifizierung und Komplexität der globalen Märkte gerecht zu werden. Jürgen Heraeus, der von 1983 bis 2000 als Vorsitzender der Geschäftsführung fungierte und später den Aufsichtsrat leitete, gilt als Architekt der modernen Holding-Struktur.9
Um die Jahrtausendwende vollzog das Unternehmen einen weiteren entscheidenden Schritt: 2001 wurde erstmals eine Geschäftsführung berufen, in der kein Familienmitglied mehr vertreten war.1 Diese Trennung von Eigentum und operativer Leitung ist ein Kennzeichen hochgradig professionalisierter Familienunternehmen. Dennoch bleibt die Familie über den Gesellschafterkreis und den Aufsichtsrat das strategische Korrektiv des Konzerns.1
Die Bedeutung als Familienunternehmen: Eigentümerstruktur und Werte
Heraeus gehört zu den zehn größten Familienunternehmen Deutschlands und nimmt eine Sonderstellung in der deutschen Industrielandschaft ein.9 Die Holding befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Gründerfamilie, wobei die Anteile auf rund 200 Familiengesellschafter verteilt sind.1 Jürgen Heraeus und seine Geschwister halten dabei etwa 25 Prozent der Anteile.1 Diese breite, aber dennoch geschlossene Eigentümerbasis ermöglicht eine strategische Planung, die weit über Quartalsberichte hinausgeht.
Die Philosophie des Unternehmens ist auf Langfristigkeit und Resilienz ausgelegt. In offiziellen Statements wird betont, dass der Erhalt der Unabhängigkeit bei allen unternehmenspolitischen Entscheidungen im Vordergrund steht.10 Dies äußert sich in einer konservativen Finanzierungspolitik mit einer hohen Eigenkapitalquote, die im Jahr 2024 bei rund 59 Prozent lag.3 Gleichzeitig erlaubt die Unabhängigkeit von kurzfristigen Börseninteressen massive Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E), die mit etwa 6 Prozent des Umsatzes deutlich über dem Industriedurchschnitt liegen.2
Governance und Führung im 21. Jahrhundert
Die Governance-Struktur von Heraeus hat sich kontinuierlich an die Anforderungen eines globalen Konzerns angepasst. Die operativen Geschäfte sind in vier große Business Areas unterteilt: Metals & Recycling, Healthcare, Semiconductor & Electronics sowie Industrials.2 Jede dieser Areas wird von einem eigenen Geschäftsführer geleitet, was eine hohe Agilität und Marktnähe sicherstellt.10
Ein bedeutender Generationswechsel in der Führung fand im Mai 2025 statt. Frank Stietz übernahm den Vorsitz der Geschäftsführung von Jan Rinnert, der das Unternehmen zwölf Jahre lang erfolgreich geführt hatte.1 Jan Rinnert, der durch Heirat mit der Familie Heraeus verbunden ist, hatte den Konzern durch eine Phase massiven Wachstums und struktureller Modernisierung geleitet. Unter seiner Führung erreichte der Umsatz Rekordmarken und die globale Präsenz wurde insbesondere in Asien massiv ausgebaut.1
| Finanzkennzahlen (Konzern) | Geschäftsjahr 2023 | Geschäftsjahr 2024 | Differenz |
| Gesamtumsatz (Mrd. €) | 25,6 | 29,4 | +14,6 % |
| Produktumsatz (o. Edelmetalle) | 2,9 | 2,7 | -5,0 % |
| EBIT (Mio. €) | 444 | 320 | -27,9 % |
| Gewinn nach Steuern (Mio. €) | 444,2 | 236,5 | -46,7 % |
| Mitarbeiter (zum Jahresende) | 15.170 | 15.181 | +0,1 % |
Der Anstieg des Gesamtumsatzes bei gleichzeitigem Rückgang des Gewinns nach Steuern im Jahr 2024 reflektiert die Volatilität der Edelmetallpreise sowie erhebliche Rückstellungen für rechtliche Risiken und einmalige Abschreibungen.3 Dennoch bleibt die finanzielle Basis mit einem Eigenkapital von 4,7 Milliarden Euro äußerst stabil.12
Die operativen Säulen: Analyse der Business Areas
Die strategische Stärke von Heraeus liegt in der Diversifikation über verschiedene, teils antizyklische Märkte hinweg. Die Neuorganisation in vier Business Areas im Jahr 2023 zielte darauf ab, Synergien innerhalb der Technologieplattformen besser zu nutzen.5
Metals & Recycling: Das globale Epizentrum des Edelmetallmanagements
Heraeus Precious Metals ist einer der weltweit größten Refiner und Händler von Edelmetallen. Die Expertise umfasst alle Platingruppenmetalle (PGM) – Platin, Palladium, Rhodium, Iridium, Ruthenium und Osmium – sowie Gold und Silber.6 Das Unternehmen betreibt ein globales Netzwerk aus 15 Produktions- und Recyclingstandorten und fünf Handelszentren in allen wichtigen Zeitzonen.14
Die strategische Bedeutung dieser Sparte geht weit über den reinen Handel hinaus. Edelmetalle sind kritische Komponenten für die moderne Industrie:
- Katalysatoren: PGMs sind unverzichtbar für die Abgasreinigung in der Automobilindustrie und für chemische Prozesse in der Pharmaindustrie.15
- Wasserstoffökonomie: In der PEM-Elektrolyse (Proton Exchange Membrane) dient Iridium als Anodenkatalysator, während Platin in Brennstoffzellen für die effiziente Umwandlung von Wasserstoff in Strom sorgt.16
- Recycling und Kreislaufwirtschaft: Angesichts knapper werdender Primärressourcen und der hohen CO2-Intensität des Bergbaus investiert Heraeus massiv in Recyclingkapazitäten. Sekundärmetalle haben einen bis zu 98 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck als primär gefördertes Material.10
Im Jahr 2024 hielt Heraeus einen geschätzten Marktanteil von 35 Prozent im globalen Edelmetall-Recyclingmarkt.18 Das Tochterunternehmen Argor-Heraeus in der Schweiz ist zudem eine der weltweit führenden Adressen für die Verarbeitung von Gold für die Uhrenindustrie und den Investmentmarkt.14
Healthcare: Präzision für die Medizin der Zukunft
Die Business Area Healthcare bündelt die Kompetenzen in der Medizintechnik und Biowissenschaft. Heraeus Medical ist Weltmarktführer für Knochenzemente, die in der Orthopädie und Unfallchirurgie zur Fixierung von Gelenkprothesen eingesetzt werden.6 Diese Produkte sind für das Infektionsmanagement entscheidend, da sie häufig mit Antibiotika angereichert werden, um postoperative Komplikationen zu minimieren.6
Ein weiterer Wachstumstreiber ist Heraeus Medevio, das als CDMO (Contract Development and Manufacturing Organization) für große Medizintechnik-Konzerne (OEMs) agiert. Medevio entwickelt und produziert komplexe Komponenten für minimalinvasive Eingriffe, die robotergestützte Chirurgie und kardiologische Anwendungen.6 Durch die Übernahme von Norwood Medical in den USA hat Heraeus seine Position im lukrativen Markt für orthopädische Instrumente und Robotik-Komponenten massiv gestärkt.6 Der Umsatz im Healthcare-Segment belief sich 2023 auf ca. 4,2 Milliarden Euro, wobei das Segment von stabilen Margen und dem demografischen Wandel profitiert.20
Semiconductor & Electronics: Das Fundament der Digitalisierung
In diesem Segment liefert Heraeus Materialien, ohne die moderne Elektronik nicht funktionieren würde. Heraeus Covantics ist führend in der Herstellung von hochreinem synthetischem Quarzglas, das für die Optik in der EUV-Lithografie (Extrem-Ultraviolett) zur Produktion modernster Mikrochips (Strukturen < 5nm) benötigt wird.6 In diesem Nischenmarkt hält Heraeus einen globalen Marktanteil von ca. 18 Prozent und konkurriert primär mit dem japanischen Unternehmen Shin-Etsu Chemical.18
Heraeus Electronics liefert spezialisierte Materiallösungen für die Aufbau- und Verbindungstechnik (Packaging). Sinterpasten und Bonddrähte von Heraeus ermöglichen es, Halbleiter sicher auf Platinen zu befestigen und die entstehende Wärme effizient abzuleiten.22 Dies ist besonders kritisch für die Leistungselektronik in Elektrofahrzeugen und Rechenzentren für künstliche Intelligenz (KI).24 Das Unternehmen hat hierbei einen Fokus auf Wide-Bandgap-Materialien wie Siliziumkarbid (SiC), die höhere Spannungen und Temperaturen bei gleichzeitig geringeren Verlusten verarbeiten können.26
Industrials: Sensortechnik und Speziallichtquellen
Die Business Area Industrials bedient klassische und moderne Industriemärkte. Heraeus Electro-Nite ist seit den 1950er Jahren Marktführer für Sensoren zur Überwachung von Schmelzmetallprozessen, insbesondere in der Stahl- und Aluminiumindustrie.6 Diese Sensoren liefern Echtzeitdaten über Temperatur und chemische Zusammensetzung der Schmelze, was für die Energieeffizienz und Qualitätssicherung in der Schwerindustrie unerlässlich ist.4
Bis zum Jahr 2024 gehörte auch Heraeus Noblelight zu diesem Bereich, ein Spezialist für Infrarot- und UV-Lichtquellen zur Härtung von Beschichtungen oder zur Desinfektion.4 Der strategische Verkauf dieses Bereichs an Excelitas Technologies unterstreicht die Strategie der Holding, sich auf Felder mit höherer technologischer Synergie zum restlichen Portfolio zu konzentrieren.3
Innovation und Zukunftsfelder: Amloy und die Revolution der amorphen Metalle
Ein herausragendes Beispiel für die Innovationskraft von Heraeus ist die Entwicklung von Heraeus Amloy. Amorphe Metalle, auch als metallische Gläser bekannt, besitzen eine ungeordnete, nicht-kristalline Atomstruktur, da sie extrem schnell aus der Schmelze abgekühlt werden ().28 Diese Struktur verleiht ihnen Eigenschaften, die die Grenzen herkömmlicher Werkstoffe sprengen:
- Extremer Härtegrad: Sie sind deutlich härter als Edelstahl oder Titan und nahezu immun gegen Kratzer.30
- Hohe Elastizität: Amorphe Metalle können Energie wie eine Feder speichern und wieder abgeben, ohne sich dauerhaft zu verformen.29
- Korrosionsbeständigkeit: Aufgrund fehlender Korngrenzen bieten sie keinen Angriffspunkt für chemische Korrosion, was sie ideal für den Einsatz in Salzwasser oder im menschlichen Körper macht.30
Heraeus hat gemeinsam mit dem Maschinenbauer Engel ein Spritzgussverfahren entwickelt, mit dem amorphe Bauteile in Sekundenschnelle und mit höchster Präzision gefertigt werden können.30 Die Anwendungen reichen von verschleißfreien Uhrenkomponenten und edlen Gehäusen für Unterhaltungselektronik bis hin zu minimalinvasiven chirurgischen Instrumenten, die feiner und langlebiger sind als herkömmliche Stähle.30
Die Rolle in der globalen Energiewende
Heraeus positioniert sich als “Enabler” der Dekarbonisierung. Der Übergang zur Wasserstoffwirtschaft erfordert massive Mengen an Platingruppenmetallen für die Elektrolyse und Brennstoffzellen.17 Da Iridium eines der seltensten Elemente der Erdkruste ist, arbeitet Heraeus an rutheniumbasierten Katalysatoren und anderen innovativen Legierungen, um die benötigte Menge an kritischen Metallen pro Kilowatt Leistung drastisch zu senken.5
Ein weiteres Feld ist die Photovoltaik. Obwohl Heraeus Teile seines Geschäfts mit Silberpasten für Solarzellen im Jahr 2025 veräußerte, bleibt die Expertise im Management der zugrunde liegenden Edelmetalle ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells.6 In der Kernfusion, einer potenziellen Energiequelle der Zukunft, liefert Heraeus hochreines Quarzglas für die Hochleistungslaser, die zur Zündung des Plasmas benötigt werden.11
Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell: Die Vision 2033
Der Konzern hat sich ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt, die über regulatorische Anforderungen hinausgehen. Heraeus Precious Metals strebt an, bis Ende 2025 zu 100 Prozent auf Ökostrom umzustellen und den Gesamtenergieverbrauch um 20 Prozent gegenüber 2019 zu senken.16 Das Ziel ist die vollständige Netto-Null-Emission (Scope 1 und 2) bis zum Jahr 2033.16
Ein wesentlicher Hebel hierfür ist der Technologiewechsel in der Produktion. Beispielsweise werden herkömmliche gasbetriebene Recyclingöfen durch innovative, elektrisch beheizte Kammeröfen ersetzt.16 Diese Eigenentwicklungen ermöglichen eine effizientere Energienutzung und reduzieren die CO2-Emissionen pro Charge erheblich. Für die Reduktion der Scope-3-Emissionen (indirekte Emissionen in der Lieferkette) setzt Heraeus auf die Zusammenarbeit mit Minenpartnern und die Erhöhung des Anteils an Sekundärmetallen.10
Globale Wettbewerbssituation und Marktstellung
Im globalen Wettbewerb steht Heraeus in einem komplexen Umfeld aus spezialisierten Technologiefirmen und großen Chemiekonzernen.
| Segment | Hauptkonkurrenten | Wettbewerbsvorteil Heraeus |
| Edelmetall-Recycling | Umicore, Johnson Matthey, BASF | Globales Netzwerk, tiefe metallurgische Prozesskenntnis |
| Quarzglas | Shin-Etsu Chemical, Momentive | Spezialisierung auf EUV-Lithografie und synthetisches Quarz |
| Medizintechnik | Dentsply Sirona, Straumann, Integer | Marktführerschaft bei Knochenzement, CDMO-Kompetenz |
| Leistungselektronik | Kyocera, Rogers Corporation | Materialsysteme für hohe Temperaturen (Sintertechnologie) |
Heraeus profitiert von seiner Stellung als unabhängiger Zulieferer, der nicht mit den Endprodukten seiner Kunden konkurriert. In der Halbleiterindustrie ist diese Neutralität ein entscheidender Vertrauensfaktor. In der Medizintechnik ermöglicht die CDMO-Struktur von Medevio langfristige Partnerschaften mit den weltweit größten Geräteherstellern.19
Die größte Herausforderung im Wettbewerb bleibt die Volatilität der Rohstoffpreise. Ein Anstieg des Goldpreises kann den Umsatz zwar optisch aufblähen, erhöht aber gleichzeitig das working capital und die Risiken im Bestandsmanagement.25 Heraeus begegnet diesem Risiko durch komplexe Finanzdienstleistungen wie Metallleasing und Absicherungsgeschäfte (Hedging), die es den Kunden ermöglichen, die Metalle zu nutzen, ohne sie physisch kaufen zu müssen.25
Krisenmanagement und rechtliche Herausforderungen: Der Fall Recycling
Trotz der stabilen Marktposition sah sich Heraeus im Jahr 2024 mit einer erheblichen internen Krise konfrontiert, die das Vertrauen der Kunden und Gesellschafter auf die Probe stellte. Interne Kontrollen und Berichte über das Hinweisgebersystem deckten Unregelmäßigkeiten im Recyclingprozess bei Heraeus Precious Metals am Standort Hanau auf.3
Frankfurter Staatsanwaltschaften leiteten Ermittlungen gegen 16 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter wegen des Verdachts auf gewerbsmäßige Untreue und Betrug ein.37 Der Vorwurf lautet, dass im Zeitraum von 2015 bis 2025 Edelmetalle wie Platin, Palladium und Rhodium aus Kundenlieferungen nicht korrekt abgerechnet, sondern illegal entnommen wurden.37 Heraeus reagierte mit einer Selbstanzeige und einer umfassenden externen Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei.3
Die finanziellen Auswirkungen sind massiv: Heraeus bildete Rückstellungen in Höhe von insgesamt rund 458 Millionen Euro.36 In den Finanzberichten für 2024 wurden die Ergebnisse für 2023 rückwirkend um 48,1 Millionen Euro korrigiert, während für 2024 zusätzliche Kosten von 45,8 Millionen Euro verbucht wurden.3 Das Unternehmen hat betroffene Kunden entschädigt und seine Compliance-Systeme grundlegend umgebaut, um derartige Vorfälle künftig auszuschließen.36 Dieser Vorfall unterstreicht die Risiken in einer Branche, in der kleinste Mengen an Material einen enormen finanziellen Wert repräsentieren.
Prognose: Strategische Entwicklung und Zukunftsausblick
Die Prognose für die Heraeus Holding bis zum Jahr 2030 ist geprägt von einer weiteren Spezialisierung und einer tieferen Integration in nachhaltige Technologien. Es ist zu erwarten, dass sich der Konzern von einem traditionellen Metallverarbeiter hin zu einem datengetriebenen Materialwissenschaftsunternehmen weiterentwickelt.
1. Expansion in der Kreislaufwirtschaft und Urban Mining
Die Bedeutung des Recyclings wird weiter zunehmen. Heraeus wird voraussichtlich seine Kapazitäten im Bereich des “Urban Mining” – der Rückgewinnung von Metallen aus Elektronikschrott und Industrieabfällen – massiv ausbauen. Die Akquisitionen von Firmen wie McCol und OFS Fitel Denmark deuten darauf hin, dass Heraeus gezielt Nischen besetzt, in denen hochreine Metalle aus komplexen Abfallströmen extrahiert werden müssen.10 Bis 2030 könnte der Anteil von Sekundärmetallen am verarbeiteten Gesamtvolumen über 50 Prozent liegen, was die Abhängigkeit von Primärminen drastisch reduziert.
2. Führungsposition in der Leistungselektronik und KI-Infrastruktur
Der globale Trend zur künstlichen Intelligenz erfordert eine massive Erweiterung der Rechenzentrumskapazitäten. Diese benötigen effiziente Kühlsysteme und Materialien, die extremen thermischen Belastungen standhalten. Heraeus ist hier mit seinen Sinterpasten und Quarzglaslösungen ideal positioniert.24 In der Automobilindustrie wird der Übergang von 400V- auf 800V-Systeme bei Elektrofahrzeugen die Nachfrage nach SiC- und GaN-basierten Leistungsmodulen vervielfachen. Heraeus wird hier voraussichtlich nicht nur als Materiallieferant, sondern als Systempartner für das Packaging agieren.26
3. Durchbruch der amorphen Metalle in der Massenfertigung
Nach Jahren der Forschung stehen amorphe Metalle vor dem Einzug in den Massenmarkt. Mit sinkenden Produktionskosten könnten sie klassische Werkstoffe in vielen Bereichen verdrängen. Insbesondere in der Roboterchirurgie und in der Luft- und Raumfahrt werden die Gewichtsvorteile und die Verschleißfestigkeit von Amloy-Legierungen zu einem Standard werden.30
4. Strategische Portfolio-Bereinigung und M&A-Aktivitäten
Es ist davon auszugehen, dass Heraeus seine Strategie der aktiven Portfolio-Gestaltung fortsetzt. Randbereiche werden konsequent veräußert, um Kapital für Zukäufe in den Bereichen Biosensorik, Wasserstofftechnologie und digitale Prozesssteuerung frei zu machen.3 Das Ziel ist eine Gruppe von hochspezialisierten Marktführern, die unter dem Dach der Holding von gemeinsamen Finanz- und Compliance-Standards sowie einer globalen Infrastruktur profitieren.
Zusammenfassende Bewertung
Heraeus hat es über Generationen hinweg verstanden, materielle Kompetenz mit unternehmerischer Weitsicht zu verbinden. Die Transformation von der Hanauer Apotheke zum globalen Technologiekonzern ist ein Beleg für die Anpassungsfähigkeit des deutschen Familienunternehmertums. Die 100-prozentige Eigentümerschaft der Familie ermöglicht eine langfristige Ausrichtung, die in der heutigen schnelllebigen Wirtschaftswelt einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellt.10
Trotz der aktuellen Compliance-Herausforderungen bleibt Heraeus ein finanziell extrem stabiles Unternehmen mit einer klaren Vision für die Zukunft.12 Die Fokussierung auf die Schlüsselthemen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Gesundheit stellt sicher, dass Heraeus auch in den kommenden Jahrzehnten ein unverzichtbarer Partner der Weltindustrie bleiben wird. Das Versprechen “Materials. Innovations. For Generations.” spiegelt den Anspruch wider, technologische Lösungen für die drängendsten Probleme unserer Zeit zu liefern – eine Mission, die vor 360 Jahren am Marktplatz von Hanau begann und heute auf globaler Ebene fortgeführt wird.10
Rechtlicher Disclaimer
Dieses Dossier dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine professionelle Finanz-, Rechts- oder Anlageberatung dar. Die hierin enthaltenen Informationen basieren auf der Auswertung öffentlich zugänglicher Quellen, darunter Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte der Heraeus Holding sowie Marktanalysen von Drittanbietern. Trotz sorgfältiger Zusammenstellung kann keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Angaben übernommen werden.
Insbesondere weisen wir auf folgende Punkte hin:
- Zukunftsbezogene Aussagen: Die enthaltenen Prognosen zu Marktentwicklungen, Preiszielen (z.B. für Platingruppenmetalle) und technologischen Trends unterliegen erheblichen Unsicherheiten, geopolitischen Risiken und Marktschwankungen. Tatsächliche Ergebnisse können wesentlich von den getroffenen Vorhersagen abweichen.
- Vertraulichkeit: Bestimmte operative Daten, wie das exakte Gesamtgewicht verarbeiteter Edelmetalle, werden von Heraeus aus Wettbewerbsgründen als vertraulich behandelt und sind daher nicht Gegenstand offizieller Publikationen.
- Laufende Verfahren: Die Informationen zu den Unregelmäßigkeiten im Recyclingprozess basieren auf dem Stand der Veröffentlichungen aus den Jahren 2024 und 2025. Da rechtliche Untersuchungen und Ermittlungsverfahren teilweise noch andauern können, sind die genannten Summen und Vorwürfe als vorläufige Sachstände zu betrachten.
Haftungsansprüche gegen die Autoren oder Herausgeber dieses Dossiers, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen.
Referenzen
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- Germany Probes 16 in Alleged Metals Fraud Investigation | GBAF, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.globalbankingandfinance.com/german-prosecutors-probe-16-suspects-alleged-metals-fraud/
- Heraeus Precious Metals Recycling Investigation: Legal Considerations for Affected Companies – Schlun & Elseven Rechtsanwälte, Zugriff am Februar 16, 2026, https://se-legal.de/heraeus-precious-metals-recycling-investigation/?lang=en
- German prosecutors probe Heraeus over alleged metals fraud – News.az, Zugriff am Februar 16, 2026, https://news.az/news/german-prosecutors-probe-heraeus-over-alleged-metals-fraud
- German prosecutors investigate 16 suspects for alleged metals fraud – Global Energy News, Zugriff am Februar 16, 2026, https://energynews.oedigital.com/mineral-resources/2026/01/23/german-prosecutors-investigate-16-suspects-for-alleged-metals-fraud
- Finanzbericht 2023 – Lobbyregister, Zugriff am Februar 16, 2026, https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/59/58/572685/heraeus-finanzbericht-2023-1.pdf
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