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Matt Shumer AI Article: Wie verändert KI 2026 den globalen Arbeitsmarkt?

Matt Shumer AI Article: Wie verändert KI 2026 den globalen Arbeitsmarkt?

Matt Shumer AI Article: Die technologische Singularität der Arbeitswelt

Die zeitgenössische Diskussion über die künstliche Intelligenz (KI) hat im Februar 2026 einen neuen, dringlichen Höhepunkt erreicht. Auslöser war eine vieldiskutierte Analyse des Unternehmers Matt Shumer, die unter dem Titel „Something Big Is Happening“ weltweite Aufmerksamkeit erregte.1 Shumer, Mitbegründer von OthersideAI und HyperWrite, postuliert darin, dass wir uns an einem technologischen Wendepunkt befinden, der in seiner Geschwindigkeit und Radikalität die industrielle Revolution und die Einführung des Internets in den Schatten stellt.1 Seine zentralen Thesen basieren auf der Beobachtung, dass die jüngsten Veröffentlichungen von KI-Modellen wie GPT-5.3 Codex von OpenAI und Claude Opus 4.6 von Anthropic eine qualitative Schwelle überschritten haben: Den Übergang von der bloßen Text- und Datenverarbeitung hin zu einer Form von technischer Autonomie und „Urteilsvermögen“.1 Dieses Dossier analysiert die Implikationen dieser Entwicklung für den globalen und insbesondere den deutschen Arbeitsmarkt, identifiziert gefährdete Berufsgruppen und definiert die notwendigen Kompetenzen für eine erfolgreiche berufliche Existenz in der sogenannten „AI Time“.1

Inhalt

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  • Matt Shumer AI Article: Die technologische Singularität der Arbeitswelt
  • Die Beschleunigung der KI-Entwicklung: Mechanismen und Meilensteine
    • Chronologie der KI-Leistungsfähigkeit (2022–2026)
  • Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Die Erosion der klassischen Wissensarbeit
    • Gefährdete Berufsfelder und Automatisierungspotenziale
  • Die deutsche Perspektive: Strukturwandel und Demografie
    • Sektoraler Wandel in Deutschland (Prognose 15 Jahre)
  • Strategien für die Attraktivität am Jobmarkt: Das neue Skill-Set
    • Die Transformation der Kompetenzanforderungen
    • Die Bedeutung von Soft Skills und menschlicher Urteilskraft
  • Neue Berufsfelder und die Architektur der Zukunft
  • Regionale Initiativen: Das Beispiel Bayern
  • Risiken, Kritik und die „Jagged Frontier“ der KI
    • Die psychologische Dimension: Burnout und Mastery
    • Ökologische und infrastrukturelle Kosten
  • Fazit: Vorbereitung auf die „AI Time“
      • Referenzen
          • KI-gestützt. Menschlich veredelt.

Die Beschleunigung der KI-Entwicklung: Mechanismen und Meilensteine

Der Kern der aktuellen Transformation liegt nicht allein in der linearen Verbesserung bestehender Algorithmen, sondern in einer exponentiellen Beschleunigung, die durch die KI-Technologie selbst befeuert wird. Shumer beschreibt diesen Prozess als einen Moment, in dem die „Wasserlinie die Brusthöhe erreicht hat“.3 Ein entscheidender Mechanismus dieser Beschleunigung ist die Fähigkeit der KI, an ihrer eigenen Erstellung mitzuwirken. OpenAI’s Codex wurde in signifikanten Teilen durch Codex selbst geschrieben; die KI hilft also dabei, das Werkzeug zu bauen, das sie wiederum intelligenter macht.1

Dieser rekursive Prozess führt zu einer Verkürzung der Entwicklungszyklen. Während die technologische Evolution früher durch die menschliche Kapazität zur Programmierung und zum Design begrenzt war, agieren heutige Modelle in Zeiträumen, die menschliche Experten kaum noch erfassen können. Die Fähigkeit der Modelle, komplexe Aufgaben autonom zu bewältigen, hat sich in kürzester Zeit vervielfacht. Während die KI vor etwa einem Jahr Aufgaben löste, die einen menschlichen Experten etwa zehn Minuten kosteten, bewältigen aktuelle Spitzenmodelle bereits Aufgaben mit einer Komplexität von fünf Stunden – eine Kapazität, die sich alle paar Monate zu verdoppeln scheint.3

Chronologie der KI-Leistungsfähigkeit (2022–2026)

JahrTechnologischer MeilensteinPraktische Auswirkung auf die Arbeit
2022Schwierigkeiten mit Basis-ArithmetikKI wird als Spielerei oder einfacher Chatbot wahrgenommen.4
2023Bestehen anspruchsvoller Berufsexamina (z. B. Bar Exam)Erste ernsthafte Nutzung in der Text- und Recherchearbeit.4
2024Erstellung komplexer, funktionaler SoftwareBeginnende Automatisierung von Routine-Programmieraufgaben.4
2025Ingenieure delegieren den Großteil ihrer technischen ArbeitFachkräfte steuern nur noch die Richtung, die KI liefert den fertigen Code.4
2026Release von GPT-5.3 Codex und Opus 4.6KI zeigt Anzeichen von „Geschmack“ und „Urteilsvermögen“ bei autonomen Aufgaben.1

Diese Entwicklung markiert den Übergang von KI-Assistenten zu autonomen KI-Agenten. Ein herkömmlicher Assistent reagiert auf spezifische Anfragen, während ein autonomer Agent ein übergeordnetes Ziel verfolgt. Shumer beschreibt dies plastisch: Man beschreibt in natürlicher Sprache, was gebaut werden soll, tritt für einige Stunden vom Computer zurück und kehrt zu einem fertigen, fehlerfreien Produkt zurück.3 Diese Agenten können Ziele in Teilaufgaben zerlegen, Informationen recherchieren, Entscheidungen treffen und die Ergebnisse validieren.5

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Die Erosion der klassischen Wissensarbeit

Die Auswirkungen dieser technologischen Singularität treffen vor allem jene Bereiche, die bisher als „sicher“ galten, da sie auf hoher Bildung und spezialisiertem Wissen basieren. Shumer warnt davor, dass die IT-Branche lediglich die Vorreiterrolle einnimmt: „Wir machen keine Vorhersagen. Wir sagen euch, was in unseren eigenen Jobs bereits passiert ist, und warnen euch, dass ihr die Nächsten seid“.2 Wenn die KI in der Lage ist, zehntausende Zeilen Code fehlerfrei zu schreiben und zu testen, entfällt die Notwendigkeit für große Teams von Junior-Entwicklern.8

Dieser Effekt skaliert jedoch weit über die Softwareentwicklung hinaus. Besonders gefährdet sind alle Berufe, deren Tätigkeit primär an einem Bildschirm stattfindet und die Manipulation von Informationen beinhaltet.2 Shumer identifiziert eine Reihe von Branchen, die in den nächsten fünf Jahren massiven Umbrüchen gegenüberstehen: Recht, Finanzen, Medizin, Buchhaltung, Consulting, Redaktion, Design und Analyse.4

Gefährdete Berufsfelder und Automatisierungspotenziale

In der Rechtsberatung können KI-Systeme bereits heute die Arbeit ganzer Teams von Associates übernehmen, indem sie Präzedenzfälle scannen, Verträge prüfen und Schriftsätze entwerfen.8 In der Finanzbranche werden Buchhaltung und Datenanalyse zunehmend durch Algorithmen ersetzt, die nicht nur schneller sind, sondern auch komplexe Muster erkennen, die dem menschlichen Auge entgehen.6 Auch der Kundenservice erlebt eine radikale Verschiebung: Wo früher hunderte Mitarbeiter in Callcentern arbeiteten, übernehmen nun KI-Agenten die Kommunikation, die durch ihre Fähigkeit zur Echtzeit-Anpassung und Empathie-Simulation kaum noch von Menschen zu unterscheiden sind.10

BrancheBesonders gefährdete RollenPrimärer Automatisierungstreiber
RechtswesenJunior-Anwälte, Rechercheure, SachbearbeiterDokumentenanalyse, Entwurf von Schriftsätzen.8
FinanzenBuchhalter, Steuerberater-Assistenten, AnalystenAutomatisierte Datenverarbeitung und Mustererkennung.6
IT & SoftwareJunior-Entwickler, Tester, DokumentatorenAutonome Code-Generierung und Selbst-Korrektur.1
Medien & MarketingTexter, Content-Manager, SEO-SpezialistenGenerative KI für Text, Bild und Kampagnenmanagement.9
AdministrationEmpfangskräfte, SekretariatsmitarbeiterAutonome Terminplanung und Kommunikationsagenten.6

Ein kritischer Aspekt dieser Entwicklung ist das Verschwinden von Einstiegsjobs. Forscher aus Stanford und Harvard weisen darauf hin, dass KI vor allem Aufgaben übernimmt, die traditionell von Berufseinsteigern erledigt wurden, um Erfahrung zu sammeln.14 Wenn diese „Lernjobs“ wegfallen, droht eine Lücke in der Ausbildung zukünftiger Experten, da der natürliche Pfad von der einfachen zur komplexen Aufgabe unterbrochen wird.14 Dies könnte zu einer Machtverschiebung führen, bei der erfahrene Fachkräfte, die die KI steuern können, extrem wertvoll werden, während junge Talente den Anschluss verlieren.14

Die deutsche Perspektive: Strukturwandel und Demografie

Während die Warnungen aus dem Silicon Valley oft apokalyptisch klingen, zeichnen deutsche Institutionen wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ein differenzierteres Bild für den hiesigen Markt. Im IAB-Forschungsbericht 23|2025 wird betont, dass KI zwar rund 1,6 Millionen Arbeitsplätze direkt beeinflussen wird – entweder durch Abbau oder durch tiefgreifende Veränderung –, dies jedoch nicht zwangsläufig in Massenarbeitslosigkeit enden muss.14

Vielmehr wird die KI in Deutschland als notwendiges Werkzeug gesehen, um den massiven Fachkräftemangel infolge des demografischen Wandels aufzufangen. Bis 2040 werden demografisch bedingt rund 0,9 Millionen Erwerbstätige weniger zur Verfügung stehen; die KI könnte hier als „Brückenfunktion“ dienen, um den Wohlstand trotz schrumpfender Bevölkerung zu sichern.15 Das IAB prognostiziert durch den KI-Einsatz ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von jährlich 0,8 Prozentpunkten, was über 15 Jahre eine zusätzliche Wertschöpfung von 4,5 Billionen Euro bedeuten könnte.15

Sektoraler Wandel in Deutschland (Prognose 15 Jahre)

SektorBeschäftigungsentwicklungUrsache
IT & Informationsdienstleister+ 110.000 StellenHoher Bedarf an Implementierung und Infrastruktur.15
Unternehmensdienstleister– 120.000 StellenAutomatisierung von Management- und Backoffice-Aufgaben.15
IndustrieModerater RückgangEffizienzsteigerung durch KI in der Produktion.15
BaugewerbeStabilGeringe KI-Durchdringung aufgrund physischer Komplexität.15

Interessanterweise stellt der IAB-Bericht fest, dass diesmal – anders als bei früheren Automatisierungswellen – das Experten- und Spezialistenniveau am stärksten betroffen ist.15 KI kann heute Aufgaben übernehmen, die früher ein abgeschlossenes Studium erforderten. Hilfskräfte in physischen Berufen sind dagegen vergleichsweise sicher, da die Robotik in unstrukturierten Umgebungen (wie einer Baustelle) noch nicht die Reife der Software-KI erreicht hat.15

Strategien für die Attraktivität am Jobmarkt: Das neue Skill-Set

In einer Welt, in der technisches Wissen durch KI demokratisiert und automatisiert wird, verschiebt sich der Wert des menschlichen Kapitals von der „Ausführung“ hin zur „Kuration“ und „Steuerung“. Shumer argumentiert, dass liberale Bildungsideale (Liberal Arts) wieder an Bedeutung gewinnen: Kritisches Denken, Teamfähigkeit, Selbststeuerung und die Fähigkeit, das große Ganze zu erfassen, sind die wichtigsten Währungen der Zukunft.9

Die Transformation der Kompetenzanforderungen

Der „Job Skills Report 2026“ von Coursera verzeichnet einen rasanten Anstieg bei Einschreibungen für Kurse im Bereich kritisches Denken (120 % plus zum Vorjahr) und generative KI (234 % plus).12 Dies unterstreicht, dass Arbeitnehmer weltweit erkennen, dass sie ihre Rolle neu definieren müssen. Es geht nicht mehr darum, eine Aufgabe „zu erledigen“, sondern die KI so zu steuern, dass sie die Aufgabe optimal erledigt.

KompetenzbereichKlassische Rolle (Prä-KI)Neue Rolle (KI-Ära)
ProgrammierungSchreiben von Code-SyntaxDesign von Systemarchitekturen und Code-Validierung.9
DatenanalyseManuelle Datenbereinigung und BerechnungManagement von KI-Analyselayern und Ergebniskritik.12
Content-ErstellungVerfassen von TextenPrompt Engineering und redaktionelle Kuration.12
ManagementÜberwachung von ProzessenOrchestrierung von Mensch-KI-Teams.17
InnovationFachspezifische VerbesserungFachübergreifendes Problemlösen und „Building“.9

Ein zentraler Begriff ist die Ausbildung zum „Builder and Learner“. Shumer rät dazu, Kindern nicht beizubringen, für einen spezifischen Karrierepfad zu optimieren, sondern die Leidenschaft für das Bauen und das lebenslange Lernen zu wecken.9 Da sich Berufsfelder innerhalb weniger Jahre komplett verändern können, ist Agilität – die Bereitschaft, sich ständig neues Wissen anzueignen und den Karrierepfad zu ändern – überlebenswichtig.10

Die Bedeutung von Soft Skills und menschlicher Urteilskraft

Trotz der beeindruckenden Fähigkeiten der KI bleibt die menschliche Komponente in Bereichen unersetzlich, die hohe emotionale Intelligenz, Kreativität und ethische Verantwortung erfordern. Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit (Teamwork) und zur Lösung komplexer zwischenmenschlicher Probleme gewinnt an Wert, da dies Bereiche sind, in denen KI (noch) keine echte Tiefe besitzt.10 Zudem wird „Judgment“ (Urteilsvermögen) zur kritischen Fähigkeit: Die KI kann hunderte Lösungen generieren, aber der Mensch muss entscheiden, welche davon im spezifischen Kontext die richtige ist.9

Neue Berufsfelder und die Architektur der Zukunft

Die Transformation vernichtet nicht nur Jobs, sondern schafft auch völlig neue Rollen, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Diese neuen Berufe konzentrieren sich darauf, die Brücke zwischen der Technologie und dem menschlichen Nutzen zu schlagen.

  1. Context Engineer: Diese Fachkräfte gestalten die Informationsumgebung für KI-Modelle. Es geht darum, sicherzustellen, dass eine KI die richtigen Daten und den richtigen Hintergrund hat, um korrekte und geschäftsrelevante Entscheidungen zu treffen.19
  2. AI Ethicist / Trust Engineer: Da das Vertrauen in KI-Entscheidungen zur geschäftskritischen Variable wird, sorgen diese Experten für Fairness, Transparenz und die Einhaltung ethischer Standards in den Algorithmen.18
  3. Memory Engineer: Bei personalisierten KI-Assistenten ist es die Aufgabe des Memory Engineers, das „Gedächtnis“ der KI so zu optimieren, dass sie Nutzerpräferenzen langfristig und konsistent berücksichtigt.19
  4. Chief Automation Officer (CAO): In der Führungsebene wird diese Rolle verantwortlich für die strategische Integration von Automatisierungsprozessen im gesamten Unternehmen.18
  5. Human-Machine Matchmaker: Dieser „Cupid für Roboter“ sorgt dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und KI-Agenten reibungslos funktioniert, indem er Aufgaben so verteilt, dass beide Seiten ihre Stärken ausspielen.18

Diese Rollen verdeutlichen, dass die Zukunft der Arbeit in der Orchestrierung liegt. Wir bewegen uns weg von isolierten Tools hin zu koordinierten Plattformen, auf denen Menschen, Agenten und Roboter als Team agieren.7

Regionale Initiativen: Das Beispiel Bayern

In Deutschland wird dieser Wandel aktiv durch politische Maßnahmen begleitet. Besonders hervorzuheben ist die „High-Tech Agenda Bayern“, ein Investitionsprogramm von über 3,5 bis 5,5 Milliarden Euro, das Bayern als führenden KI-Standort positionieren soll.20 Ziel ist es, nicht nur die Forschung durch 1.000 neue Professuren zu stärken, sondern auch den Transfer in die mittelständische Wirtschaft zu beschleunigen.20

Maßnahmen wie das „KI Transfer Plus“ Regionalzentrum unterstützen kleine Unternehmen dabei, KI-Kompetenzen aufzubauen, während Programme wie der „Pakt für berufliche Weiterbildung 4.0“ darauf abzielen, Beschäftigte durch gezielte Qualifizierung „fit für die Arbeitswelt der Zukunft“ zu machen.20 Dies zeigt, dass die Anpassung an die KI-Ära eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die sowohl individuelle Anstrengung als auch staatliche Infrastruktur erfordert.

Risiken, Kritik und die „Jagged Frontier“ der KI

Es wäre jedoch verkürzt, die KI-Transformation als rein positiven Fortschritt darzustellen. Kritiker und Experten weisen auf erhebliche Risiken hin. Ein zentrales Problem ist die sogenannte „Jagged Frontier“ – die ungleichmäßige Leistungsfähigkeit der KI. Während sie in einigen Bereichen (wie Codierung) bereits Expertenniveau erreicht, scheitert sie in anderen (wie komplexer organisatorischer Zusammenarbeit oder echtem Weltwissen) oft noch kläglich.3

Zudem gibt es Warnungen vor einer „KI-Blase“. Daten aus dem Jahr 2025 zeigen, dass bis zu 42 % der Unternehmen ihre KI-Initiativen wieder abbrechen, da der Schritt vom Labor in die reale Produktion oft an Komplexität, Kosten oder mangelndem Nutzen scheitert.24 Nur etwa 9 % der amerikanischen Unternehmen nutzen KI bisher tatsächlich in ihrer produktiven Wertschöpfung.24

Die psychologische Dimension: Burnout und Mastery

Ein weiterer kritischer Punkt ist der Verlust an psychologischer Erfüllung durch Arbeit. Wenn die KI alle „reibungsreichen“ und herausfordernden Aufgaben übernimmt, verlieren Menschen die Möglichkeit zur „Meisterschaft“ (Mastery). Psychologen warnen vor einem „Smoothout“ – einer Form des Burnouts, die durch Unterforderung und den Verlust von Agency (Selbstwirksamkeit) entsteht.1 Wenn der Mensch nur noch zum „Prüfer“ degradierter Ergebnisse wird, leidet die berufliche Identität und die Zufriedenheit.1

Ökologische und infrastrukturelle Kosten

Nicht zuletzt ist die KI-Revolution an einen massiven Ressourcenverbrauch gebunden. Der Bau und Betrieb von Rechenzentren erfordert gewaltige Mengen an Strom und Wasser zur Kühlung.1 In Deutschland wird prognostiziert, dass die Hochphase des Rechenzentren-Ausbaus erst in etwa zehn Jahren erreicht wird, was erhebliche Investitionen in die Energieinfrastruktur erfordert.15

Fazit: Vorbereitung auf die „AI Time“

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Matt Shumers Analyse einer „großen Veränderung“ keine bloße Panikmache ist, sondern auf beobachtbaren technologischen Sprüngen basiert. Wir befinden uns in einer Phase, in der die Fähigkeit der KI zur Autonomie und zum Urteilsvermögen die Grundlagen der Wissensarbeit erschüttert.1

Um in diesem Umfeld erfolgreich zu sein, müssen Individuen wie Unternehmen eine Strategie der radikalen Anpassung verfolgen. Die wichtigsten Eckpunkte sind:

  • Vom Ausführer zum Kurator: Die Entwicklung von Fähigkeiten zur Steuerung und Validierung von KI-Ergebnissen ist essenziell.7
  • Fokus auf Liberal Arts: Kritisches Denken, Ethik und Kommunikation werden wertvoller als reine technische Fertigkeiten.9
  • Lebenslanges Lernen: Die Bereitschaft, Berufsidentitäten und Skill-Sets alle paar Jahre komplett zu erneuern, wird zum Standard.9
  • Menschliche Nischen besetzen: Bereiche, die echte Empathie, physische Geschicklichkeit in unstrukturierten Umgebungen oder komplexe ethische Abwägungen erfordern, bleiben menschliche Domänen.10

Der entscheidende Faktor wird nicht sein, ob die KI kommt, sondern wie schnell wir lernen, sie als „Leverage“ (Hebel) für unsere eigenen Ziele zu nutzen, anstatt uns von ihr ersetzen zu lassen.25 Die „AI Time“ ist kein Ende der Arbeit, sondern der Beginn einer neuen Ära menschlicher Produktivität, in der die Grenze zwischen Idee und Umsetzung fast vollständig verschwindet.1

Referenzen

  1. I tried to tell you about living in AI Time — this essay nails its harsh …, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.techradar.com/ai-platforms-assistants/i-tried-to-tell-you-about-living-in-ai-time-this-essay-nails-its-harsh-reality-and-heres-why-were-not-truly-screwed
  2. Guy Who Wrote Viral AI Post Wasn’t Trying to Scare You – New York Magazine, Zugriff am Februar 14, 2026, https://nymag.com/intelligencer/article/viral-ai-post-anthropic-chatgpt.html
  3. 70M Views! Viral Silicon Valley Article: AI Singularity Arrived, AI to Evolve Independently, Leaving Humanity Behind – 36氪, Zugriff am Februar 14, 2026, https://eu.36kr.com/en/p/3680937611062920
  4. AI job risk alert: HyperWrite CEO says, ‘If your job happens on a screen, AI is coming for it’ – here’s how to use AI to protect your career – The Economic Times, Zugriff am Februar 14, 2026, https://m.economictimes.com/news/international/us/ai-job-risk-alert-hyperwrite-ceo-says-if-your-job-happens-on-a-screen-ai-is-coming-for-it-heres-how-to-use-ai-to-protect-your-career/articleshow/128264344.cms
  5. Was sind KI-Agents? – ServiceNow, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.servicenow.com/de/products/ai-agents/what-are-ai-agents.html
  6. Was sind autonome KI-Agenten? Ein vollständiger Leitfaden – Astera Software, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.astera.com/de/type/blog/autonomous-ai-agents/
  7. Was sind KI-Agenten? – UiPath, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.uipath.com/de/ai/ai-agents
  8. “Something Big Is Happening Every time someone asks me what’s going on with AI, I give them the safe answer. Because the real one sounds insane. I’m done holding back. I wrote what I wish I could sit down and tell everyone I care about. : r/accelerate – Reddit, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.reddit.com/r/accelerate/comments/1r1pypd/something_big_is_happening_every_time_someone/
  9. Why a Viral AI Doomsday Column Makes Me Value My Liberal Arts Degree | PCMag, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.pcmag.com/news/why-a-viral-ai-doomsday-column-makes-me-value-my-liberal-arts-degree
  10. How will Artificial Intelligence Affect Jobs 2026-2030 | Nexford University, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.nexford.edu/insights/how-will-ai-affect-jobs
  11. Erste Schritte mit KI-Agenten: Ein Leitfaden für Anfänger | Automation Anywhere, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.automationanywhere.com/de/company/blog/automation-ai/how-get-started-ai-agents-beginners-guide
  12. Job Skills Report 2026 | Future Job Skills & AI Insights | Coursera, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.coursera.org/skills-reports/job-skills
  13. KI-Agenten: Autonome Intelligenz birgt enormes Innovationspotenzial, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.bvdw.org/news-und-publikationen/ki-agenten-definition/
  14. KI und der Arbeitsmarkt Große Umwälzungen und das Ende etlicher Bürojobs, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.deutschlandfunk.de/kuenstliche-intelligenz-ki-jobs-arbeitsmarkt-100.html
  15. 2025 Künstliche Intelligenz – IAB-FORSCHUNGSBERICHT, Zugriff am Februar 14, 2026, https://doku.iab.de/forschungsbericht/2025/fb2325.pdf
  16. Künstliche Intelligenz: Potenzielle Effekte für den deutschen Arbeitsmarkt – IAB, Zugriff am Februar 14, 2026, https://iab.de/kuenstliche-intelligenz-potenzielle-effekte-fuer-den-deutschen-arbeitsmarkt/
  17. Invest in the workforce for the AI age: A blueprint for scale, skills and responsible growth, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.weforum.org/stories/2026/01/ai-roadmap-transforming/
  18. 10 Emerging Roles and Job Titles in 2026 – Multiplier, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.usemultiplier.com/hr-trends/emerging-job-titles-in-global-talent-market
  19. From Context Engineers to Chief AI Officers: Emerging AI Job Roles for 2026 | by ODSC, Zugriff am Februar 14, 2026, https://odsc.medium.com/from-context-engineers-to-chief-ai-officers-emerging-ai-job-roles-for-2026-9f757603f547
  20. Hightech Agenda at HNU – Hochschule Neu-Ulm, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.hnu.de/en/university/profile/mission-strategy/hightech-agenda
  21. Hightech Agenda Bavaria 4 PILLARS: 4 GOALS:, Zugriff am Februar 14, 2026, https://stmwk.bayern.de/download/21970_E_Factsheet-Hightech-Agenda-Bavaria_2022-09.pdf
  22. High-Tech Agenda Bavaria – Uni Augsburg, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.uni-augsburg.de/en/high-tech-agenda-bavaria/
  23. Bayerische Arbeitsmarktpolitik | Bayerisches Staatsministerium für …, Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.stmas.bayern.de/arbeit/index.php
  24. The Truth About AI Jobs in 2026 That No One Talks About | by Analyst Uttam | Data Science Collective, Zugriff am Februar 14, 2026, https://medium.com/data-science-collective/the-truth-about-ai-jobs-in-2026-that-no-one-talks-about-3b9bac5ab84c
  25. AI Won’t Take Your Job — But This Will (By 2026), Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.youtube.com/watch?v=FmT8JbwQxO4
  26. These Jobs Will No Longer Exist in 24 Months (AI JOB CRISIS 2026), Zugriff am Februar 14, 2026, https://www.youtube.com/watch?v=xYzmtr_tStg
KI-gestützt. Menschlich veredelt.

Martin Käßler ist ein erfahrener Tech-Experte im Bereich AI, Technologie, Energie & Space mit über 15 Jahren Branchenerfahrung. Seine Artikel verbinden fundiertes Fachwissen mit modernster KI-gestützter Recherche- und Produktion. Jeder Beitrag wird von ihm persönlich kuratiert, faktengeprüft und redaktionell verfeinert, um höchste inhaltliche Qualität und maximalen Mehrwert zu garantieren.

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